Ferien 2002 15.000 Kilometer Stau
München - Der ADAC registrierte in den Reisemonaten erstmals an den Sonntagen mehr Staus ab zehn Kilometern als an den Samstagen. Weit über die Hälfte der Riesenstaus jedoch gab es jedoch weiterhin am berüchtigten Reisesamstag.
Ingesamt summierten sich die Fahrzeugkolonnen an den 13 Wochenenden von Ende Juni bis Mitte September zu einer Strecke von 15.000 Kilometern. 1016 Staus zählte die Polizei, etwas mehr als im Vorjahr. Die meisten Staus waren zwischen 10 und 19 Kilometer lang.
Die Nord-Süd-Autobahnen der klassischen Ferienrouten entwickelten sich im Sommer wieder einmal zur Stillstandsfalle. Am häufigsten standen die Autos auf der A1 von Lübeck über Hamburg nach Köln. Die A3 von Oberhausen über Frankfurt nach Passau kommt an zweiter Stelle der langsamsten Ferienrouten, auf Platz drei folgt die A 7 von Flensburg über Hamburg und Hannover bis Kempten.
Doch es gibt auch Hoffnung: An den Reisewochenenden standen Autofahrer auf den deutschen Autobahnen "nur" sechsmal in einem Stau, der 50 Kilometer und länger war. In der Ferienzeit des Vorjahres hatte es noch elf solcher Riesenstaus gegeben.
Urlauber, die am Samstag, den 20. Juli auf der A 7 von Hannover Richtung Hamburg wollten, hatten sich den schlechtesten Zeitpunkt des Jahres ausgesucht: Mit einer 70 Kilometer langen Fahrzeugschlange gab es den längsten Stau des Jahres.