Flughafen Frankfurt: Betri - DER SPIEGEL
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Schneechaos Lage am Flughafen Frankfurt hat sich normalisiert

Alle vier Landebahnen sind offen, die Enteisungsanlagen laufen auf Hochtouren: Wer am Donnerstag vom Frankfurter Flughafen in den Urlaub starten will, hat mehr Glück als die Reisenden der vergangenen Tage. Doch das Winterwetter hat sich noch nicht verzogen.
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Frankfurt/Main - Der Betrieb am Frankfurter Flughafen hat sich nach dem heftigen Wintereinbruch der vergangenen Tage wieder normalisiert. Am Donnerstag wurden zunächst keine Flüge mehr abgesagt. "Wir sind guter Dinge, dass heute alles normal läuft", sagte ein Flughafen-Sprecher am Morgen.

Bereits am Mittwochabend waren alle vier Start- und Landebahnen auf Deutschlands größtem Flughafen wieder offen. Bis dahin waren mehr als 170 Flüge abgesagt worden. Auch die Enteisung der Maschinen vor den Starts laufe stabil, sagte ein Sprecher.

Am Dienstag waren rund zwei Drittel der insgesamt 1200 Verbindungen gestrichen worden. Viele Passagiere mussten die Nacht am Flughafen verbringen. Fraport schätzte ihre Zahl auf 2500 bis 3000.

Wegen des Schneechaos durften am Dienstag trotz des Nachtflugverbots 33 Maschinen nach 23 Uhr abheben. Für diese Maschinen, deren Start eigentlich vor diesem Zeitpunkt geplant war, erteilte die Luftaufsicht die erforderliche Ausnahmegenehmigung. Am Mittwochvormittag waren noch viele Positionen von wartenden Maschinen belegt gewesen, deshalb war der Platz auch für ankommende Flugzeuge knapp.

Service: Was passiert, wenn mein Flug wegen Schnee ausfällt?

Bis Freitag bleibt es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beim winterlichen Wetter mit Tageswerten um null Grad und Dauerfrost auf den Bergen. Ab und zu schneit es ein wenig. Am Samstag geht es mit den Temperaturen etwas nach oben.

Flugpassagiere haben bei Ausfällen und Verspätungen laut EU-Verordnung Anspruch auf Betreuungsleistungen am Flughafen: Bei Abflugverzögerungen von zwei Stunden bei Kurzstrecken (bis 1500 Kilometer), drei Stunden bei Mittelstrecken (bis 3500 Kilometer) und vier Stunden bei Langstrecken muss auf Wunsch "für das leibliche und kommunikative Wohl" des Fluggasts gesorgt werden.

Fluggäste haben dann Anspruch auf kostenlose Mahlzeiten, Erfrischungen, zwei Telefongespräche, Faxe oder E-Mails sowie - falls nötig - Hotelübernachtungen inklusive Transfer. Eine Entschädigung steht ihnen allerdings nicht zu, da es sich bei wetterbedingten Störungen um einen "außergewöhnlichen Umstand" handelt.

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Frankfurter Airport: Zugeschneite Landebahnen

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP

Grundsätzlich muss die Airline in einem solchen Fall alle Maßnahmen treffen, um die Passagiere schnellstmöglich ans Ziel zu bringen. Das kann eine kostenlose Umbuchung auf den nächstmöglichen Flug bedeuten oder eine Beförderung auf andere Weise - bei einer längeren Schließung des Flughafens zum Beispiel per Bahn oder mit einem Flugzeug von einem benachbarten Airport. Ab der fünften Verspätungsstunde hat der Fluggast außerdem das Recht, das Ticket zurückzugeben und sich die Kosten erstatten zu lassen.

Wo erhalten Reisende Auskünfte zu ihren Flügen?

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Flughafen:

Aktuelle Informationen über Verspätungen und Flugausfälle geben die Flughäfen auf ihren Webseiten bekannt.

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abl/dpa