Flughafen Schiphol Augen- statt Passkontrolle
Amsterdam - Der Scanner vergleicht Details aus der Iris des Reisenden mit Angaben auf einer Chipkarte, die der Fluggast mit sich führen muss. Diese biometrische Kontrolle hat der Amsterdamer Flughafen zusammen mit der niederländischen Grenzpolizei und der staatlichen Einwanderungsbehörde entwickelt, teilte Schiphol am Mittwoch mit.
Das als sehr sicher geltende Verfahren darf nach Angaben der Flughafenverwaltung zunächst nur von Bewohnern des Europäischen Wirtschaftsraums genutzt werden. Der dazu benötigte Spezialpass mit Speicherung der jeweiligen Irismerkmale und der Personenangaben auf einem Mikrochip kostet im ersten Jahr 99 Gulden (87 Mark). Er soll vor allem Reisenden, die häufig unterwegs sind, die Passage erleichtern. Das Handgepäck wird weiterhin auf herkömmliche Weise überprüft.
Schiphol erwartet viele tausend Interessenten für diesen neuen Service. Er soll auch Erleichterungen beim Parken auf dem Flughafen und Vorrangbehandlung beim Einchecken bringen. Von März nächsten Jahres an will der Flughafen sein gesamtes Personal mit Pässen für den Iris-Scan ausrüsten.