Flugreisen Todesursache Langstreckenflug
Tokio - Die Passagiere seien durch Blutgerinsel zu Tode gekommen, die vermutlich durch die lange Unbeweglichkeit und verkrampftes Sitzen während des Fluges ausgelöst worden seien, stellte die Klinik des Flughafens Narita in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie fest.
Das Problem wird auch als "Economy Class Syndrom" bezeichnet. Die "Economy Class" ist der günstigste Tarifbereich in Flugzeugen. Pro Jahr würden in Tokio zwischen 100 und 150 ankommende Passagiere wegen solcher Blutgerinsel behandelt, heißt es in dem Bericht.
Von diesen Fällen sei jeweils die Hälfte als ernsthaft anzusehen und entsprechend zu behandeln, sagte der Leiter der 1992 eröffneten Flughafenklinik, Toshiro Makino. Nach seinen Angaben waren nicht alle der 25 Todesopfer Passagiere der "Economy Class". Unter ihnen habe sich auch der Pilot einer amerikanischen Fluglinie befunden, der nach der Ankunft in Tokio im Cockpit zusammengebrochen sei. "Das Syndrom mag erst in jüngster Zeit bekannt geworden sein. Es existiert jedoch, seit Menschen mit dem Fliegen begonnen haben", sagte er.
Im Oktober hatte der Fall einer 28-jährigen Britin Aufsehen erregt, die nach einem 20-stündigen Flug von Australien nach Großbritannien an einer Venenthrombose gestorben war.