Heimsurfen Superwelle im Keller
London - Wird das Programm "Kalifornien" aufgerufen, schwappen gemächliche und eher niedrige Wellen über das Schwimmbad - genau richtig für Anfänger. Turbulenter geht es bei "Hawaii" zu: Brecher bis zu drei Meter Höhe fordern die Profis. Weiterhin im Angebot sind "Australien" und "Indonesien". Die Surfmaschine "Versareef" bringt Wellen aus aller Welt ins heimische Schwimmbad - wenn es denn groß genug ist.
Wie die britische Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, beobachteten Experten von zwei neuseeländischen Firmen fünf Jahre lang die legendären Pazifikriffe, um herauszufinden, welcher Boden die besten Wellen erzeugt. Als Ergebnis erfanden sie eine Gummimatte, die auf die Böden von Schwimmbecken installiert und computergesteuert zentimeterweise bewegt wird. Zusammen mit gängigen Wellenmaschinen werden daraus je nach Bedarf und Schwimmbadgröße sanfte, gut 50 Zentimeter hohe Surfwellen oder mehrere Meter hohe Brecher.
Die ersten drei künstlichen Surfriffe soll es ab kommenden Jahr in einem Surfpark in Orlando, Florida, geben. Wellenreiter sollen dort bis zu 70 Meter in einem Rutsch gleiten können. Investoren sammelten für Bau und Betriebsstart des Parks bereits 9 Millionen Dollar (etwa 7,5 Millionen Euro).