Hintergrund: Die Milliarden-Projekte der Bahn - DER SPIEGEL
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Hintergrund Die Milliarden-Projekte der Bahn

Seit langem ist die Bahn mit massiven Kostensteigerungen bei wichtigen Großprojekten konfrontiert. Besonders schwer hat es den Bahnknotenpunkt Berlin und die ICE-Neubaustrecke von Köln nach Frankfurt getroffen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bahnknoten Berlin

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Für rund 20 Milliarden Mark soll der zentrale Verkehrknoten in der Hauptstadt ausgebaut werden. Dabei entfallen 18 Milliarden Mark auf Strecken und Bahnhöfe, zwei Milliarden Mark auf Fahrzeuge. Bund, Land sowie Bahn beteiligen sich an der Finanzierung.
Zehn Milliarden Mark sollen in das "Pilzkonzept" mit dem Lehrter Bahnhof als Knoten für Fern-, Regional- und S-Bahnen fließen. Ein wichtiges Teilstück ist der 3,5 Kilometer lange Tiergarten-Tunnel. Geplante Inbetriebnahme ist bisher 2005, zwei Jahre später als ursprünglich erwartet.
Nach einem Wassereinbruch, höheren Sicherheitsanforderungen und Änderungen beim Lehrter Bahnhof könnte sich das Projekt von vier auf 5,8 Milliarden Mark verteuern. Für die Erneuerung des S-Bahn-Netzes sollen 3,6 Milliarden Mark investiert werden.

ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt:

Das Projekt gilt als das Herzstück im künftigen deutschen und europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Die Reisezeiten sollen von heute gut zwei Stunden und 15 Minuten auf nur noch knapp eine Stunde zwischen Frankfurt und Köln reduziert werden.
30 Tunnel werden gebaut und 18 Brücken gespannt. Auf der Strecke sollen die neuen ICE 3 zum Einsatz kommen. Nach dem Baubeginn im Jahre 1995 sollte das Projekt ursprünglich 1999/2000 in Betrieb genommen werden.
Das Investitionsvolumen beträgt 7,75 Milliarden Mark. Verzögerungen und Verteuerungen traten unter anderem ein, weil Aufträge ohne Planfeststellungsbeschluss vergeben wurden.