Licht aus ICE bleibt in Dortmunder Tunnel liegen
Drei Stunden lang mussten 200 Fahrgäste eines liegen gebliebenen ICE in Nordrhein-Westfalen in einem Tunnel ausharren. Dann erst konnte eine Diesellok den Zug mitsamt den Passagieren abgeschleppt werden. Er hatte nach einer Oberleitungsstörung am Dortmunder Stadtrand gestoppt.
Eine abgefallene Dachabdeckung eines anderen Zuges hatte vor dem Ostberger Tunnel zwischen Schwerte und Holzwickede die Oberleitung beschädigt. Als der ICE gegen 11 Uhr die Stelle passierte, klappte der Stromabnehmer ein. Der Schnellzug rollte noch bis in den Tunnel.
Nachdem die Fahrgäste bereits eineinhalb Stunden gewartet hatten, fiel am Mittag auch noch das Licht aus, weil der Notstrom aufgebraucht war. Die Passagiere saßen für etwa eine Stunde im Dunkeln. Feuerwehrleute waren im Einsatz, sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf. Sie mussten eine Frau mit Angstzuständen betreuen.
Ein Notfallmanager der Bahn prüfte vor Ort die Lage und entschied, den ICE mit den Fahrgästen nach Hagen abschleppen zu lassen. Das Unternehmen setzte zunächst einen Hubschrauber ein, weil Metallteile auf den Schienen vermutet wurden. Die Besatzung fand die Bleche kurz vor dem Tunnel.
Der Zug war auf dem Weg von Köln nach Berlin. Die Strecke zwischen Hagen und Hamm wurde gesperrt. Regionalzüge wurden über Dortmund umgeleitet. Am Abend sollte der Schaden behoben sein, sagte der Bahnsprecher.