ICx im Modell: Das neue Gesicht der Bahn
Kantiger Triebkopf Bahn stellt IC-Nachfolger vor
Berlin - Sparsamer und bequemer, aber weiter in markantem Weiß mit rotem Streifen - die Deutsche Bahn hat am Dienstag ihren neuen Fernzug unter dem Projektnahmen ICx vorgestellt. Bahn-Chef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) enthüllten auf der Technikmesse Innotrans in Berlin ein Modell des Triebkopfs in Originalgröße. Der ICx ist die große Hoffnung der Bahn nach etlichen Technikpannen und soll einen Generationenwechsel im Fernverkehr einläuten.
Für sechs Milliarden Euro hatte der bundeseigene Konzern im vergangenen Jahr bei Hersteller Siemens vorerst 220 Züge bestellt. Sie sollen ab Ende 2016 als siebenteilige Triebzüge mit 499 Sitzplätzen die teils 40 Jahre alten IC- und Eurocity-Züge ersetzen. 2019 soll der ICx als zehnteiliger Triebzug mit 724 Sitzplätzen die bisherigen ICE-1- und ICE-2-Modelle verdrängen. Hochgeschwindigkeiten sind dabei nicht eingeplant: Die ICx sollen maximal Tempo 249 fahren.
Die Züge haben Speisewagen und Bistro, ein Familienabteil und - anders als die aktuellen ICE - Fahrradplätze. Der ICx wird in der zweiten Klasse über Steckdosen in jeder Sitzreihe, in der ersten Klasse an jedem Platz verfügen. Eine Bodenbeleuchtung soll Reisenden bei der Orientierung helfen. "Wie im Flugzeug", sagte Grube am Dienstag auf der Innotrans. Durch ihre leichte Bauweise sollen sie rund 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als derzeit üblich.
Auf der Innotrans stellt die internationale Bahnbranche in dieser Woche 104 Weltneuheiten vor, darunter auch die Traxx-Lokomotive von Bombardier und die neue Warschauer Straßenbahn "Metro Inspiro" von Siemens. Die Deutsche Bahn präsentiert einen Diesel-Hybrid-Triebwagen für den Nahverkehr, der mit Diesel- oder Elektromotor fährt und den Kraftstoffverbrauch um ein Viertel senken soll.