Italien Bahn streikt ab Montag
Rom/Frankfurt - Die italienische Regierung ordnete am dritten Tag des Streiks bei der Fluggesellschaft Alitalia ein Ende des Ausstands an. Nach Ansicht des römischen Präfekten Achille Serra müssen die öffentliche Ordnung und öffentliche Dienstleistungen gesichert bleiben. Außerdem verstoße der am Mittwoch begonnene Streik gegen die Regeln, nach denen die Regierung vor derartigen Ausständen benachrichtigt werden müsse.
Bereits am Donnerstag hatte ein kurzfristig angesetzter zwölfstündiger Streik die Streichung von rund 700 Alitalia-Flügen zur Folge gehabt, am Mittwoch fielen wegen wilder Streiks 140 Flüge aus. Heute würden mindestens bis 19 Uhr erneut Hunderte Alitalia-Flüge ausfallen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Allein in Mailand waren 214 Verbindungen gestrichen worden. Die Fluggesellschaft bat Passagiere, nicht ohne Flugbestätigung zu den Flughäfen zu fahren.
Das Boden- und Luftpersonal protestiert gegen einen Sanierungsplan für die Luftlinie, der 3000 Kündigungen zur Folge haben könnte. Ab Montag wollen Regierung und Gewerkschaften wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, um der mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen Fluglinie aus der Krise zu helfen. Die Gewerkschaften erklärten, die Streiks würden sofort eingestellt, falls ein Paket mit Hilfsmaßnahmen verabschiedet werde.
Das Bahnpersonal in Italien wird voraussichtlich ab Montagabend um 21 Uhr für 24 Stunden die Arbeit niederlegen. Die Deutsche Bahn in Frankfurt am Main wies am Freitag darauf hin. Es sei mit Zugausfällen und Verspätungen sowohl in Italien als auch im grenzüberschreitenden Verkehr zu rechnen. Die Bahn empfiehlt Reisenden, sich möglichst kurzfristig über den Stand des Streiks zu informieren.