Kartenfuchs.de Bahn legt Klage ein
Frankfurt am Main - Die Deutsche Bahn wird nun juristisch gegen den Mitfahrer-Vermittler vorgehen. Bei den Landgerichten Köln und Frankfurt seien bereits Klagen gegen die so genannte Mitfahrzentrale für Bahnfahrer eingereicht worden, bestätigte eine Bahn-Sprecherin.
Die Bahn müsse über ihre Marketing-Instrumente selbst bestimmen können. Dies sei auch bei anderen Firmen üblich. Sven Koschik von Kartenfuchs.de erklärte, er fühle sich auf der sicheren Seite und werde sich verteidigen.
Mit der Klage in Köln will die Bahn den Angaben zufolge gegen eine Verletzung von Datenbankrechten vorgehen. Damit soll der Zugriff von der Kartenfuchs-Homepage auf den Fahrplan-Server der Bahn untersagt werden. Dieser wurde bereits vor zwei Wochen für alle User gesperrt. In Frankfurt will die Bahn verbieten lassen, dass über die Kartenfuchs-Seite Menschen zu Reisegruppen zusammengeführt werden und dadurch in den Genuss günstiger Gruppentarife kommen.
Dabei handelt es sich um Vergünstigungen von bis zu 65 Prozent. Die Benutzung dieses Angebots ist kostenlos, erfordert allerdings eine Registrierung.