Kartenfuchs.de: Bahn prüft rechtliche Schritte - DER SPIEGEL
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Kartenfuchs.de Bahn prüft rechtliche Schritte

Die Deutsche Bahn prüft rechtliche Schritte gegen den Betreiber einer Mitfahrer-Homepage. Der Hamburger will sein Projekt als Dienst an der Umwelt verstanden wissen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bahn AG will mit juristischen Mitteln gegen ein Internet-Angebot vorgehen, das Einzelreisende zu Gruppen zusammenführt und ihnen damit niedrigere Fahrpreise ermöglicht.

Bahnsprecherin Stella Pechmann teilte auf Anfrage mit, dass nach erfolglosen Bemühungen um eine Übereinkunft jetzt konkrete juristische Schritte gegen www.kartenfuchs.de geprüft werden.

"Wir haben grundsätzlich nichts dagegen, wenn sich Kunden verabreden, um unsere Gruppentarife auszunutzen", sagte Pechmann. "Dazu sind sie ja da."

Allerdings müssten dabei auch die für die jeweiligen Gruppentarife geltenden Bedingungen wie Reservierungspflicht oder gemeinsame Hin- und Rückfahrt beachtet werden.

Die Bahn AG will die Angelegenheit nach den Worten ihrer Sprecherin allerdings nicht überbewerten. "Was uns am meisten stört, ist der ungenehmigte Zugriff auf unseren Fahrplan-Server", sagte Pechmann. Die Bahn will eine Verletzung der Urheberrechte an ihren Server-Daten nicht hinnehmen.

Der in Hamburg lebende Initiator von www.kartenfuchs.de weist den Vorwurf eines gewerblichen Projekts zurück und verteidigt seine Idee als private Initiative mit dem Ziel, "die ökologisch sinnvolle Benutzung von öffentlichen Verkehrsmittel zu fördern".

Nach einer kostenlosen Registrierung bei www.kartenfuchs.de können Interessenten an einer Gruppenfahrt ihren Start- und Zielort eingeben und sich dann die Bahnverbindungen sowie bereits bestehende Gruppen anzeigen lassen. Auf dem Bahnhof erkennen sich die Mitreisenden am Fuchssymbol, das aus dem Internet heruntergeladen und ausgedruckt werden kann.

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