Kingfisher setzt internationale Flüge aus - DER SPIEGEL
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Indische Airline Kingfisher setzt internationale Flüge aus

Von einer internationalen zur nationalen Fluglinie: Die indische Airline Kingfisher gibt ihre Auslandsflüge auf, darunter auch die einzige Verbindung nach Europa. Das hoch verschuldete Unternehmen musste sogar schon das Inlandsangebot stark reduzieren.
Kingfisher-Maschine in Mumbai: Airline will Auslandsflüge stoppen
Kingfisher-Maschine in Mumbai: Airline will Auslandsflüge stoppen

Kingfisher-Maschine in Mumbai: Airline will Auslandsflüge stoppen

Foto: VIVEK PRAKASH/ REUTERS
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Neu Delhi - Die finanziell schwer angeschlagene indische Fluggesellschaft Kingfisher will alle internationalen Verbindungen aussetzen. Der Sprecher der Fluggesellschaft, Prakash Mirpuri, bestätigte entsprechende Pläne am Mittwoch in Mumbai (Bombay), allerdings ohne ein Datum zu nennen. Die indische Zeitung "The Hindu" berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen bei Kingfisher, die Auslandsflüge würden ab dem 10. April suspendiert.

Die Airline fliegt neben zahlreichen Städten im Inland acht Ziele außerhalb Indiens an, darunter als einzigen europäischen Flughafen London. Vor knapp zwei Wochen hatte der internationale Luftfahrtverband IATA Kingfisher aus seinem Abrechnungssystem genommen, was Buchungen erschwert hatte. Die indischen Behörden drohen der hoch verschuldeten Fluggesellschaft inzwischen mit Lizenzentzug. Angesichts der finanziellen Schwierigkeiten hat Kingfisher auch die Inlandsflüge dramatisch reduziert.

Der Flugverkehr in Indien hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, der Wachstumsmarkt ist hart umkämpft. Kingfisher gehört zu den fünf größten indischen Fluggesellschaften, die fast alle defizitär sind. Seit der schillernde Brauereiunternehmer Vijay Mallya Kingfisher 2005 gegründet hat, macht die Airline Verluste. Wegen ausstehender Gehälter laufen der Fluggesellschaft indischen Medienberichten zufolge die Piloten davon.

abl/dpa

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