Kreuzfahrt: Legionellen an Bord - DER SPIEGEL
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Kreuzfahrt Legionellen an Bord

An Bord des Kreuzfahrtschiffes "Ocean Monarch" ist die gefährliche Legionärskrankheit ausgebrochen. Die Krankheit, die durch Bakterien übertragen wird, kann tödlich verlaufen. Zwei Menschen sind erkrankt, bei sieben weiteren Passagieren besteht der Verdacht.
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Cuxhaven - Die "Ocean Monarch" war am Freitag nach einer 14-tägigen Grönland-Kreuzfahrt in Cuxhaven eingetroffen. Alle 358 Passagiere, darunter 218 Deutsche, gingen dort von Bord, sagte die Sprecherin des niedersächsischen Sozialministeriums, Iris Bethge, am Sonntag in Hannover. Die meisten der Passagiere waren Deutsche. Die anderen stammten aus Frankreich, Tschechien und Japan.

Die zwei Erkrankten - ein Mann aus Hannover und eine Frau aus Nordrhein-Westfalen - wurden am Wochenende in Krankenhäuser gebracht, schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Am Sonntag berichtete das niedersächsische Gesundheitsministerium, dass sieben weitere Passagiere Symptome der Krankheit aufweisen. Ihnen wurde dringend geraten, sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben.

Das Schiff hat Cuxhaven am Samstag in Richtung Dover verlassen, dort soll es von den britischen Behörden untersucht werden.

Die Erreger der Legionärskrankheit können beim Duschen, in klimatisierten Räumen oder in Whirlpools eingeatmet werden. Legionellen werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Im südfranzösischen Montpellier hatte die Legionärskrankheit jüngst zu drei Todesfällen geführt. Im Juli waren im Klinikum Frankfurt (Oder) zwei Menschen an der Legionärskrankheit gestorben. Die Infektion beginnt meist mit Husten, Durchfall und Fieber. Es kann zu schweren Lungen- und Rippenfellentzündungen kommen. Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

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