Lufthansa-Streik: Neuer Streik am Donnerstag überrascht Airline - DER SPIEGEL
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Arbeitskampf Lufthansa-Piloten streiken auch Donnerstag

Die Piloten der Lufthansa wollen bereits am Donnerstag erneut streiken. Der Ausstand solle Langstrecken- und Frachtflüge betreffen und von 3 Uhr bis Mitternacht dauern, teilte die Gewerkschaft Cockpit mit.
Lufthansa-Maschinen: Cockpit streikt weiter
Lufthansa-Maschinen: Cockpit streikt weiter

Lufthansa-Maschinen: Cockpit streikt weiter

Foto: AP/dpa
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Berlin - Der Streik bei Lufthansa geht in die nächste Runde: Die Piloten setzen den Ausstand am Donnerstag fort. Betroffen seien Flüge von Lufthansa Cargo sowie Langstreckenflüge zwischen 3 Uhr morgens und 23.59 Uhr, teilte die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Dienstagabend mit.

Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings sowie Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa sollen demnach nicht betroffen sein. Die jüngsten Verhandlungsrunden zur Übergangsversorgung hätten gezeigt, dass es nach wie vor "erhebliche Differenzen" gebe, teilte Cockpit mit. "Deshalb wurde beschlossen, die für diese Woche geplanten Arbeitskampfmaßnahmen in ihrem Umfang auszudehnen", hieß es weiter.

Auf die neue Streikankündigung reagierte Lufthansa nach eigenen Angaben "mit vollkommenem Unverständnis". Damit werde dem Unternehmen und insbesondere seinen Kunden "zum zweiten Mal in dieser Woche großer Schaden" zugefügt, teilte ein Konzernsprecher mit: "Wir wurden von dem neuen Streikaufruf vollständig überrascht."

Das Unternehmen arbeite an einem Sonderflugplan, um so viele Reisende wie möglich ans Ziel zu bringen. Wie viele Flüge durch den erneuten Pilotenstreik ausfallen werden, konnte der Sprecher nicht sagen - "aber wohl eine sehr große Zahl".

Die Lufthansa-Piloten hatten den Flugverkehr von Deutschlands größter Airline am Dienstag erneut massiv eingeschränkt. In der Nacht weitete Cockpit ihren Ausstand auch auf die Langstreckenflüge aus; am Montag hatte sie bereits die Kurz- und Mittelstreckenverbindungen bestreikt. Die Lufthansa musste insgesamt rund 1450 Flüge streichen, 150.000 Passagiere waren betroffen.

Trotz des Streiks starteten nach Angaben der Lufthansa bis Dienstagnachmittag wie geplant knapp 50 Prozent aller Flüge.

Bei der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung geht es vordergründig unter anderem um die Übergangsrenten von 5400 Piloten. Doch hinter den Kulissen schwelt ein Streit um den künftigen Kurs des Luftverkehrskonzerns, dem sein Chef Carsten Spohr eine starke Billigsparte hinzufügen will.

als/Reuters/AFP/dpa