Lufthansa: Startfreigabe auf Gleis drei - DER SPIEGEL
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Lufthansa Startfreigabe auf Gleis drei

Die Lufthansa weicht auf innerdeutschen Verbindungen auf die Schiene aus: Vom 1. März 2001 an werden Züge der Deutschen Bahn AG auf der Strecke Stuttgart-Frankfurt auch mit einer LH-Flugnummer unterwegs sein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Interessant sei das Pilotprojekt vor allem für Passagiere, die einen Weiterflug vom Rhein-Main-Flughafen aus gebucht haben, heißt es bei der Lufthansa in Frankfurt: Diese Fluggäste können in Stuttgart ihr Gepäck bis zum endgültigen Reiseziel aufgeben und müssen es in Frankfurt nicht mehr in die Hand nehmen.

Auch ihre Bordkarten für alle Anschlussflüge erhalten sie in Stuttgart. In umgekehrter Richtung wird nach der Landung in Frankfurt das Gepäck bis zum Zoll im Stuttgarter Bahnhof durchgecheckt. Zunächst stehen in sechs Zügen täglich 46 Plätze für Fluggäste zur Verfügung, vom 10. Juni an werden es sieben Züge täglich sein. Die Reisezeit beträgt 73 Minuten.

Wenn die neue ICE-Trasse zwischen Köln und Frankfurt fertig ist, soll das neue Konzept auch auf dieser Strecke zum Einsatz kommen, so eine Lufthansa-Sprecherin. Ziel sei es, dann die Flüge zwischen der Rhein- und der Main-Metropole einzustellen. Voraussetzung sei jedoch, dass die Passagiere die Bahnbenutzung akzeptieren.

Die neue Kooperation erinnert an den "Lufthansa-Express", der früher unter anderem zwischen Köln und Frankfurt unterwegs war. Die blau-gelb gestrichenen, von der Lufthansa selbst betriebenen Züge stellten im April 1993 ihren Betrieb ein, nachdem sie sich als unwirtschaftlich erwiesen hatten. Bei der neuen Kooperation handele es sich aber um ein völlig anderes Konzept, so die Sprecherin.