Luftverkehr: Essen nur noch gegen Bares - DER SPIEGEL
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Luftverkehr Essen nur noch gegen Bares

Flugzeugessen sind eine Frage des Geschmacks. Die einen haben sich an die Kompositionen in der unhandlichen Aluminium-Schale gewöhnt. Anderen dreht sich beim puren Gedanken daran der Magen um. Bislang waren die Mahlzeiten auf normalen Linienflügen umsonst. Doch einige Airlines bitten ihre Passagiere nun zur Kasse.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Bei der amerikanischen Fluggesellschaft US-Airways gibt es auf längeren Inlandsflügen in den Staaten das Essen nur noch gegen Bares. Nach Angaben des Verkaufsdirektors der Airline in Deutschland, Joachim Tietz, müssen die Fluggäste fortan für jede Mahlzeit selber zahlen. Bislang gab es dieses Konzept nur bei Billigfliegern, die ihre Tickets wegen des eingeschränkten Services aber auch zu deutlich niedrigeren Preisen verkaufen.

"Wir wollen ein qualitativ sehr hochwertiges Essen anbieten", sagte Tietz. Dies sei inzwischen aber kostenlos nicht mehr möglich. Auf Inlandsflügen in den USA mit mehr als 700 Meilen Entfernung gibt es bei US-Airways das Frühstück nur noch gegen Bezahlung von sieben US-Dollar. Das Mittag- oder Abendessen kostet zehn US-Dollar.

Auf kürzeren Verbindungen gab es schon seit längerer Zeit nur noch Gebäck. Tietz hält es nicht für ausgeschlossen, dass andere Fluggesellschaften nachziehen. Bei der Deutschen Lufthansa reagiert man allerdings zurückhaltend. "Es gibt keine Überlegungen dazu", sagte Sprecher Michael Lamberty. Er halte es für ziemlich ausgeschlossen, dass die Lufthansa künftig solche Einschränkungen plane.