Luftverkehr: Lieber den Union Jack - DER SPIEGEL
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Luftverkehr Lieber den Union Jack

Die Zahl der Verkehrsflugzeuge mit Sonderlackierung wird immer größer. Airline-Jets werden zu mobilen Werbeflächen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hintergrund der Entwicklung sind häufig Marketingkampagnen. Bei einer Boeing 747 der australischen Qantas rundet beispielsweise das Formel-Eins-Design das Motorsport-Sponsoring der Gesellschaft ab.

Bei Kindern sehr beliebt sind nach Angaben der "Flugrevue" die im Pokémon-Look gehaltenen Maschinen der japanischen All Nippon Airways (ANA), in denen während des Fluges auch Präsente mit den kleinen Monstern aus Fernost verteilt werden.

Die Strategie scheint aufzugehen: Vor Flügen zwischen den USA und Japan drängen inzwischen angeblich immer mehr Kinder ihre Eltern, bei ANA zu buchen, um im Pokémon-Jumbo-Jet sitzen zu können.

Besonders häufig anzutreffen sind inzwischen auch folkloristische Motive, die für das Herkunftsland der Fluggesellschaft werben, so die "Flugrevue". Beispiele dafür sind weitere Maschinen der Qantas, von Thai International Airways oder auch eine Lufthansa-Boeing 747, die im "Expo-Look" für die Weltausstellung Reklame flog.

Dass solche Motive bei den Fluggästen auch auf Ablehnung stoßen können, hat aber das Beispiel British Airways gezeigt: Afrolook und Blumenmuster auf den Leitwerken der Maschinen werden nach Kritik von Passagieren wieder durch den Union Jack ersetzt.