Nach der Katastrophe: Kaum oder gar keine Stornos - DER SPIEGEL
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Nach der Katastrophe Kaum oder gar keine Stornos

Das Unglück am Kitzsteinhorn zeitigt offenbar keinerlei Folgen für den Urlauberstrom in die Alpenrepublik. Dies ergab eine Umfrage von SPIEGEL ONLINE bei österreichischen Touristikverbänden.
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"Wir haben turbulente Tage hinter uns", sagt Peter Zauchner, Geschäftsführer der Kärntner Tourismusgemeinschaft Mölltaler Gletscher. "Auf den Mölltaler Gletscher führt exakt dieselbe Standseilbahn wie auf das Kitzsteinhorn, sie ist allerdings erst drei Jahre alt." Sofort nach der Katastrophe von Kaprun sei der Zubringer gesperrt, nach einem positiven Prüfbericht der Betrieb aber wieder aufgenommen worden. Etwa 300 Touristen seien wegen des Transportstopps vorzeitig abgereist.

Auch auf den Pitztaler Gletscher nahe der Tiroler Stadt Imst führt eine ähnliche Standseilbahn wie auf das Kitzsteinhorn. Auch sie wurde stillgelegt und überprüft. Die Folgen waren nach Angaben des örtlichen Tourismusverbandes auch hier gering, das Skifahrt-Geschäft beschränke sich eher auf die Wochenenden. "Am nächsten Wochenende wird der Betrieb wie gewohnt fortgesetzt", sagt Fremdenverkehrsobmann Othmar Walser.

Ebenso unbeeindruckt gibt sich Michael Strasser, Kurdirektor vom Bezirk Zell am See, zu dem auch Kaprun gehört: "Nach der Katastrophe hatten wir selbstverständlich zahlreiche Stornos, weil man auf dem Gletscher zur Zeit nicht Skilaufen kann. Am 24. November wird die Gondelbahn, die parallel zur Standseilbahn verläuft, ihren Betrieb wieder aufnehmen." Für Weihnachten rechne man nicht mit Absagen.

In Kitzbühel sei keine einzige Stornierung eingetroffen, heißt es beim dortigen Tourismusverband. Man habe eben auch keine Standseilbahn, die durch einen Tunnel führt.