Neigetechnik-ICE: Die Probleme reißen nicht ab - DER SPIEGEL
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Neigetechnik-ICE Die Probleme reißen nicht ab

Zuerst war es der elektrisch angetriebene ICE mit Neigetechnik, jetzt macht die Diesel-Variante Probleme: Die Hersteller der neuen Hochgeschwindigkeitszüge kriegen die Technik offensichtlich nicht in den Griff.
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Dresden - Wegen technischer Schwierigkeiten werden dieselgetriebene ICE-Neigetechnikzüge auf der Strecke Dresden - Chemnitz - Hof - Nürnberg nicht wie vorgesehen vom November an, sondern erst zum Fahrplanwechsel im Juni 2001 eingesetzt. Wie eine Sprecherin am Donnerstag in Dresden sagte, hat Bahnchef Hartmut Mehdorn dies den Verkehrsministern der Länder bereits am 17. Juli mitgeteilt.

Neigetechnikzüge können sich wie ein Motorrad in die Kurve legen und deshalb auf kurvenreichen Strecken schneller fahren als normale Züge. "Die Diesel-ICE befinden sich heute leider nicht in dem Zustand, um das bogenschnelle Fahren mit bis zu 160 Stundenkilometern aufnehmen zu können", erklärte Mehdorn.

Die für die Verzögerung ursächlichen "fahrzeugtechnischen Probleme" seien nicht von der Bahn zu verantworten. Das Unternehmen wolle im Interesse der Fahrgäste nur ausgereifte und voll funktionsfähige Fahrzeuge einsetzen.

Vor dem nun auf den 9. Juni 2001 verschobenen Einsatz der Züge werde es nur Schulungsfahrten mit einzelnen Fahrzeugen und der bisher üblichen Fahrtdauer geben, hieß es. Auf der Strecke werden nach Angaben der Sprecherin derzeit noch Interregio-Züge eingesetzt.

Die Bahn hatte zuletzt unter anderem technische und organisatorische Probleme mit elektrisch angetriebenen ICE-Neigetechnikzügen, die seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Mai auf den Strecken Dresden - Frankfurt am Main und München - Berlin verkehren. Klemmende Türen oder versagende Kupplungen führten zu teils großen Verspätungen. Manche ICE mussten gar durch normale Züge ersetzt werden.

Auch führte die ICE-Verbindung in Richtung Dresden kurze Zeit nur bis Leipzig, von dort wurden für die Weiterfahrt nach Dresden Pendelzüge eingesetzt. Bahn-Mitarbeiter klagten zudem über Probleme, sich an die neue Technik zu gewöhnen.