Netzcheck: Surfen für Snowboarder - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Netzcheck Surfen für Snowboarder

Liegt schon Schnee? Welche Kinderspecials gibt es? Im Internet sind die Antworten auf Fragen, die den Wintersportler zu Beginn der Saison bewegen, schnell ersurft: Webcams zeigen die Wetterlage, in Ski-Communities wird die Ausrüstung diskutiert, und Suchmaschinen finden das kinderfreundlichste Skigebiet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/Münsing - Wer im Winterurlaub keine Überraschungen erleben will, schaut einfach selber nach - im Internet. Zahlreiche Webseiten in Sachen Wintersport sind in den vergangenen Jahren online gegangen, von Auftritten einzelner Skigebiete bis zu umfangreichen Wintersport-Portalen.

"Webcams und Karten der Skigebiete sind Standard", sagt Melanie Dittmeyer aus Münsing am Starnberger See, die skinet.de  ins Leben gerufen hat. Auf dem Portal haben sämtliche Skigebiete Europas ihren Platz, zu finden sind Höhenlage, detaillierte Pisten- und Liftinfos sowie Schneeberichte. Wer den Profis beim Rennen zusehen möchte, kann sich zudem einen Überblick über die Renntermine des Internationalen Skiverbandes verschaffen.

Ist der Skifahrer oder Snowboarder noch nicht sicher, wohin die Reise gehen soll, kann nach verschiedenen Kriterien ein Skigebiet gesucht werden. "Die Suchmaschine kann mit Anfragen nach Orten, Entfernungen, Pisten, Preisen und Familienfreundlichkeit gefüttert werden", sagt Dittmeyer. Dabei werden die Seiten von den Skigebieten selbst gepflegt. Skifahrer und Snowboarder können die Gebiete zwar bewerten - ein Forum, in dem sich Skifahrer untereinander austauschen können, gibt es auf den Seiten aber nicht.

Skibegeisterte, die chatten und direkt in Kontakt treten möchten, finden dennoch genügend Gelegenheit im Netz. Ski-community.de  ist so eine Forenseite, die von Michael Bofinger betrieben wird. "Hier sind alle Fragen erlaubt", betont er. Bofinger betreibt die Seite, weil "es einen Mangel gibt an reinen Ski-Communities, die komplett unabhängig sind, also nicht mit einem Shop, Hersteller, Verein oder ähnlichem verbandelt sind".

In diesem Winter durchstarten will das Portal snow-online.de , ein Start-up-Projekt von drei Studenten der Universität Frankfurt/Main. "Highlight ist unser Empfehlungssystem für Skigebiete", sagt einer der Gründer, Florian Weis. Neben der Vorstellung von Skigebieten und Unterkünften im Alpenraum wird im Magazin über Skigebiete, Events und aktuelle Themen berichtet. "In der Community mit verschiedensten Foren soll rund um den Wintersport diskutiert werden." In Kooperation mit einem Händler werden auch Skiausrüstungen verkauft. Eine Datenbank zeigt die Ergebnisse umfangreicher Skitests und bietet Servicetipps an.

Aber nicht nur auf den Portalen für "alles, was auf Schnee den Berg hinunter muss", so Maximilian Hoyer vom Portal ski.de , finden Wintersportler die notwendigen Informationen für die Urlaubsplanung. Auf den Seiten der Ski- und Snowboard-Hersteller gibt es neueste Entwicklungen im Material zu sehen, aber nicht nur das: Die Seiten von Atomic, Head, Rossignol, Fischer und K2 entwickeln sich immer mehr zu Portalen, auf denen die Freizeitsportler mit Tipps und Tricks versorgt werden.

Ist das Ziel bestimmt, die Reise gebucht und sind die Ski oder Snowboards pistentauglich gemacht, lohnt sich abermals ein Blick ins Netz, um letzte Vorbereitungen zu treffen - und um Reiseapotheke und Sonnenschutz auf Vordermann zu bringen. "Auch vor dem Skifahren müssen gesundheitliche Risiken abgeklärt werden", sagt Thomas Küpper vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Das CRM bietet online unter www.crm.de  einen Service, um die Reisetauglichkeit festzustellen und gute Ratschläge mit in den Urlaub zu geben. "Wir haben Seiten für alle Reiseländer, auf denen wir Tipps zu Impfungen und Krankheiten in den jeweiligen Gebieten geben", sagt Küpper. Zudem können sich Reisende mit ihren Fragen per E-Mail oder telefonisch an das CRM wenden.

Wer unsicher ist oder zum ersten Mal ins Gebirge fährt, findet weitere Informationsseiten im Netz: Unter www.uv-check.de  kann das Sonnenbrand-Risiko bestimmt werden, www.bexmed.de  und www.alpinmedizin.org  halten bei extremeren Touren im Hochgebirge gute Ratschläge bereit.

Von Verena Wolff, gms