Umstrittene Touristenattraktion New York reduziert Zahl der Pferdekutschen
Kutsche im Central Park: Proteste von Tierschützern
Foto: © Brendan McDermid / ReutersKompromiss im Streit um die berühmten Kutschen im New Yorker Central Park: Die Zahl der Pferde soll langfristig fast halbiert und ihre Arbeitszeit begrenzt werden. Zudem sollen die Tiere künftig in Ställen innerhalb des Parks unterkommen, wie der Stadtrat mitteilte.
In mehreren Schritten soll die Zahl der Kutschpferde von derzeit 180 auf 95 reduziert werden. Bis Oktober 2018 sollen zudem neue Ställe für 68 Kutschen und 75 Pferde innerhalb des Parks die alten Ställe an der 52. Straße ersetzen - die Pferde müssten dann nicht mehr ihren Heimweg mitten durch den Stadtverkehr antreten.
Ab dann dürfen die Kutschen auch nur noch im Central Park fahren, und Pferde, die nicht arbeiten, sollen zur Erholung aufs Land geschickt werden. Bereits ab 1. Dezember darf eine Kutsche zudem nur noch neun Stunden pro Tag in Betrieb sein.
Tierschützer von der Gruppe NYClass setzen sich seit Jahren für ein Ende der traditionsreichen Kutschfahrten durch die grüne Lunge von New York ein. Für eine Onlinepetition, in der das Geschäft mit den Pferden als "grausam, unmenschlich und unfallträchtig" angeprangert wird, sammelte sie mehr als 35.800 Unterschriften. Eine Reaktion der Gruppe zu den neuen Plänen blieb zunächst aus.
Auch Bürgermeister Bill de Blasio hatte nach seinem Amtsantritt vor zwei Jahren versprochen, die wegen ihrer Romantik bei Touristen und Filmemachern beliebten Kutschfahrten zu beenden. Seine Ankündigung traf jedoch auf heftigen Widerstand. Nun äußerte sich das Büro des Demokraten "zufrieden" mit dem Kompromiss mit dem Kutscher-Gewerbe: "Wir freuen uns, gemeinsam die letzten Details des Gesetzes auszuarbeiten und es verabschieden zu lassen", fügte es hinzu.