OLT-Express Polen stellt Inlandsflüge ein - DER SPIEGEL
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Billigflieger vor Konkurs OLT-Express Polen stellt Flüge ein

Tausende Passagiere mussten am Boden bleiben, Zehntausende sind in den kommenden Wochen betroffen: Die polnische OLT-Express Polen hat ihren regulären Betrieb eingestellt. Der Billigflieger hat sich einen harten Preiskampf mit der LOT geliefert.
OLT Express Polen: Alle innerpolnischen Flüge sind eingestellt
OLT Express Polen: Alle innerpolnischen Flüge sind eingestellt

OLT Express Polen: Alle innerpolnischen Flüge sind eingestellt

Foto: Grzegorz Jakubowski/ dpa
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Warschau/Danzig - Tausende Passagiere der OLT-Express Polen mussten am Freitag am Boden bleiben: Die polnische Regionalfluglinie hat laut ihrer Webseite alle Linienflüge eingestellt und den Ticketverkauf gestoppt. Die Passagiere erhalten ihr Geld zurück.

"Wir stellen voraussichtlich an diesem Freitag den Antrag auf Zahlungsunfähigkeit von OLT Express Regionalny", sagte Vorstandschef Jaroslaw Frankowski. Die Charterflüge des Unternehmens sollten dagegen fortgesetzt werden.

Allein am Freitag waren nach Angaben Frankowskis rund 6500 Passagiere betroffen. Insgesamt können etwa 130.000 Reisende ihre Flüge innerhalb Polens in den kommenden Wochen nicht antreten. Die polnische Bahngesellschaft PKP bot den gestrandeten Reisenden verbilligte Fahrkarten an. Seit Monaten lieferte sich das Unternehmen einen heftigen Preiskampf mit der nationalen Fluggesellschaft LOT.

OLT-Express ist die polnische Schwesterfirma der gleichnamigen Fluggesellschaft in Bremen. Die polnische Airline und der frühere Ostfriesische Lufttransport (kurz OLT) sind nach Angaben eines Sprechers aber "vollkommen getrennte Unternehmen". "Die Ankündigung aus Polen hat daher keinerlei Auswirkungen auf uns", sagte der Sprecher.

Allerdings habe der Eigentümer Amber Gold aus Polen angekündigt, sich komplett von seinen Luftfahrtaktivitäten trennen zu wollen. Daher suche OLT Express Deutschland derzeit nach einem neuen Investor. Am Donnerstag hatte der Airline-Chef Joachim Klein mitgeteilt, sein Unternehmen sei auf stabilem Wachstumskurs. Es sei kurz davor, auf eigenen Füßen zu stehen.

Die deutsche Fluggesellschaft bietet unter anderem Linienflüge nach Kopenhagen, Zürich oder Brüssel sowie Charterflüge an. Anfang Juli hatte sie einen Vertrag über die Übernahme der in Stuttgart ansässigen Contact Air unterzeichnet

abl/dpa

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