Pannenserie: Bahn-Chef will durchgreifen - DER SPIEGEL
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Pannenserie Bahn-Chef will durchgreifen

Die Vorfälle der vergangenen Tage soll laut Bahn-Chef Hartmut Mehdorn Folgen haben: Verbessert werden sollen sowohl Service als auch Angebot
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Hamburg - Der Chef der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, hat nach einer Serie von ICE-Pannen Konsequenzen angekündigt. Mehdorn sagte der "Bild"-Zeitung zu einem ICE-Stillstand in einem Tunnel bei Fulda am Montag und einem BGS-Einsatz wegen Überfüllung eines auf Grund von Fahrplanfehlern zu kurzen ICE auf der Strecke Berlin-Nürnberg:

"Die Vorfälle haben mich erbost und werden Konsequenzen haben. Ein defekter ICE darf nicht dreieinhalb Stunden im Tunnel stehen. Und keiner darf bei der Planung eines Zuges vergessen, dass der 3. Oktober ein Feiertag mit hohem Verkehrsaufkommen ist." Allerdings passierten bei 38.000 Zügen täglich und 650 Tunnels in einem hochkomplizierten System auch Pannen.

Die Bahn entwickle derzeit mit Hochdruck ein einfaches und attraktives Fahrpreissystem und arbeite an einem elektronischen Reisenden-Informationssystem. Was die Pünktlichkeit betreffe, sei die Bahn insgesamt das mit Abstand beste Verkehrsmittel, betonte Mehdorn.

Hinsichtlich Planungen, künftig Speisewagen und Regionalzüge weg zu rationalisieren, sagte Mehdorn: "Was Servicekürzungen betrifft, gibt es keine Beschlüsse. Wir denken aber über ein neues Servicekonzept nach. Das soll den Service verbessern, beispielsweise direkte Bewirtung am Platz. Außerdem streichen wir keine Regionalzüge. Im Gegenteil: Wir verbessern das Angebot und streichen dafür Fernzüge, die weitgehend leer fahren."

Seine Reformbemühungen sehe er erst dann als geglückt an, wenn die Bahn wirtschaftlich betrieben werde.

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