Pariser Flughafen: Unglücksterminal wird neu eröffnet - DER SPIEGEL
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Pariser Flughafen Unglücksterminal wird neu eröffnet

Vier Jahre und Abermillionen Euro später: Das Terminal 2E des Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle ist wieder für den Flugverkehr geöffnet. 2004 kamen beim teilweisen Einsturz des Gebäudes vier Menschen ums Leben.
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Paris - Vor fast genau vier Jahren, am 23. Mai 2004, hatte sich aus dem Beton- und Glasdach des Terminals 2E ein rund 30 Meter breites Stück gelöst. Vier Menschen wurden durch den Unfall getötet, drei weitere verletzt. Als Ursache für das Unglück gelten Konstruktionsmängel an dem damals nur ein Jahr alten Gebäude des Pariser Hauptflughafens Roissy-Charles-de-Gaulle.

Stahl statt Beton: Neue Dachkonstruktion im Terminal 2E

Stahl statt Beton: Neue Dachkonstruktion im Terminal 2E

Foto: AP

Eine langwierige technische Untersuchung hatte ergeben, dass die Stahlarmierung unzureichend war, das Material sich bei Temperaturschwankungen nicht genügend bewegen konnte und zudem Metallzylinder im Beton falsch gesetzt waren. So wurde ein teilweiser Abriss und völliger Umbau der Terminal-Halle nötig. Da die juristischen Ermittlungen auch heute noch nicht vollständig abgeschlossen sind, dauerte es bis Mitte 2007, bis mit dem Umbau begonnen werden konnte.

Die Reparaturarbeiten kosteten 130 Millionen Euro - zusätzlich zu den ursprünglichen Baukosten von 750 Millionen Euro. Statt Betonringen trägt nun Stahl die Konstruktion; die Decke ist damit sechs Mal leichter als vorher. In baulich unabhängigen Teilen des Terminals und provisorischen Anlagen lief der Betrieb dabei vermindert weiter. Die neue lange Röhre bietet gleichzeitig Zugang zu 14 Flugzeugen und ist Langstreckenflügen von Air France und seinen Skyteam-Partnern vorbehalten.

Die ersten Fluggäste kamen am Morgen mit einer Maschine aus Neu Delhi, wie der französische Rundfunk berichtete.

bor/dpa