Piloten der Air Berlin kündigen Warnstreik an - DER SPIEGEL
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Luftverkehr Piloten der Air Berlin kündigen Warnstreik an

Passagieren droht in Deutschland massiver Ärger: Wegen eines Warnstreiks der Piloten von Air Berlin könnte es zu zahlreichen Flugausfällen kommen. Schon Mitte der Woche sollen die Ausstände beginnen.
Air-Berlin-Maschinen in Hamburg: Die Piloten fordern einen neuen Tarifvertrag
Air-Berlin-Maschinen in Hamburg: Die Piloten fordern einen neuen Tarifvertrag

Air-Berlin-Maschinen in Hamburg: Die Piloten fordern einen neuen Tarifvertrag

Foto: Bodo Marks/ dpa
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Frankfurt - Piloten von Air Berlin treten in den Warnstreik. Von Mitte der Woche an seien Ausstände bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft zu erwarten, teilte die Vereinigung Cockpit am Montag mit. Die monatelangen Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag seien festgefahren, die bisherigen Angebote der Arbeitgeber nicht verhandlungsfähig.

Laut einem Sprecher werde der genaue Zeitpunkt "rechtzeitig vorher" bekanntgegeben, so dass sich Fluggäste auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen könnten. Geplant sei zunächst eine "befristete Arbeitskampfmaßnahme".

Das Cockpitpersonal fordert eine "mittelfristige Heranführung an branchenübliche Gehälter". Durch die zunehmende Verlagerung des Geschäfts auf Partner-Airlines im Ausland sei die Produktivität der Kernmarke gesunken - das könne aber nicht dem Personal zur Last gelegt werden, erklärte die Tarifkommission.

Die Airline hatte wegen jahrelanger Verluste 2011 einen Schrumpfkurs eingeleitet und ihr Flugangebot zusammengestrichen. Spürbare Erfolge des seit Anfang 2013 laufenden Sanierungsprogramms Turbine erwartet das Management erst ab dem dritten Quartal.

Auch wegen der damit verbundenen Kosten wuchs der Verlust im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf 196 Millionen Euro. Das war mehr als erwartet: Analysten hatten zuvor mit einem Minus von rund 166 Millionen Euro gerechnet.

sto/dpa/Reuters