Reiseleitung: Mobile Entertainer - DER SPIEGEL
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Reiseleitung Mobile Entertainer

Kreativität ist gefragt - Reisegruppen wollen vor allem unterhalten werden, der Beruf des Reiseleiters hat sich gewandelt, so die Ansicht des Tourismusexperten Torsten Kirstges.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wilhelmshaven/Frankfurt - "Die Urlauber wollen Baudenkmäler nicht mehr nur besichtigen und erklärt bekommen, sondern hautnah erleben", sagte der Professor für Tourismuswirtschaft an der Fachhochschule Wilhelmshaven im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Dafür können Reiseleiter etwa Geschichten inszenieren, ungewöhnliche Perspektiven wählen oder Dinge ermöglichen, die Gruppen normalerweise verschlossen bleiben. Mit intensiveren Schulungen können die Veranstalter einen Mehrwert im Wettbewerb um Gäste schaffen.

"Ein guter Reiseleiter ist das A und O, um sich von der Konkurrenz abzuheben", sagte Kirstges. Die Hoteleinrichtungen oder Transferbusse sind inzwischen weitgehend standardisiert, ein gewisses Niveau wird von den Kunden erwartet. Besonders bei geführten Reisen, also Studien- und Wanderfahrten oder Trekkingtouren, kommt es auf den Reiseleiter an.

"Es ist in den vergangenen Jahren schwieriger geworden, vor allem junge Reiseleiter zu finden", sagt der Wissenschaftler. "Der Job macht zwar Spaß, ist aber anstrengend und bringt nicht sehr viel Geld." Die wenigsten machen dies hauptberuflich. Eine geregelte Ausbildung mit staatlichem Abschluss gibt es nicht.