Reisestatistik: Traumziel Deutschland - DER SPIEGEL
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Reisestatistik Traumziel Deutschland

Wandern in den bayerischen Bergen, Radfahren am Rhein - Urlaub in Deutschland lag laut aktueller Reisestatistik bereits im vergangenen Jahr voll im Trend. Zudem kommen immer mehr ausländische Touristen. Trotzdem zählten die deutschen Hoteliers 2002 insgesamt weniger Übernachtungen.
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Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) stiegen im vergangenen Jahr gut 111 Millionen Menschen in den Hotels, Ferienwohnungen, Jugendherbergen sowie Campingplätzen Deutschlands ab. Dies ist ein leichter Rückgang um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vielen Reisenden war nach IW-Ansicht aufgrund der weltweiten Terroranschläge sowie der flauen Konjunktur die Lust auf Urlaub vergangen.

Mit 18 Millionen kam knapp ein Sechstel aller Touristen aus dem Ausland - eins Plus von rund einem Prozent. 72 Prozent der Übernachtungen ausländischer Reisender entfielen auf Europäer. Die Niederländer stellten dabei die größte Gruppe. Die Oranjes verbrachten 5,7 Millionen Nächte in deutschen Beherbergungsstätten. Die zweitwichtigste Urlaubernation waren die Amerikaner. Sie quartierten sich knapp vier Millionen Mal in den hiesigen Hotels ein. Allerdings haben die Besucher aus der Ferne an ihren Reisebudgets leicht geknappst. 2002 gaben sie 20, 3 Milliarden Euro in Deutschland aus - gut 1,5 Prozent weniger als 2001. Die Deutschen verhielten sich auf ihren Auslandsreisen ähnlich. Sie legten mit 55,5 Milliarden Euro fast 4,3 Prozent weniger Geld hin als im Vorjahr.

Viele Deutsche verzichteten 2002 auf exotische Fernreisen und blieben während ihrer Ferien in der Bundesrepublik. Nach Angaben des Wirtschaftsinstituts kommen mittlerweile über 80 Prozent der Urlauber hier zu Lande aus Deutschland. Von diesem Trend könnten die Hotels und Gaststätten zwischen Rügen und Allgäu zunehmend profitieren, sagten die Experten. Die höchsten Zuwachsraten wurden im Norden registriert. Hamburg zählte 6,5 Prozent mehr Übernachtungen und Mecklenburg-Vorpommern 6,3 Prozent. Gut ein Viertel aller Übernachtungen entfielen auf die Küstenregionen an Nord- und Ostsee. Bayern lag in absoluten Zahlen mit 70,8 Millionen Übernachtungen an der Spitze.