Rügen: Steilküste erneut abgerutscht - DER SPIEGEL
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Rügen Steilküste erneut abgerutscht

Auf der Ostseeinsel Rügen ist noch eine Klippe abgebrochen. Im Norden der Insel löste sich ein etwa 100 Meter langer und 200 Meter breiter Geröll- und Erdstreifen und stürzte rund 20 Meter in die Tiefe. Dabei entging Polizeiangaben zufolge ein nahes Diakonieheim nur knapp einer Katastrophe.
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Lohme - Der Küstenabbruch sei erst knapp anderthalb Meter vor einem Betreuungsheim für Suchtkranke zum Stillstand gekommen, teilte die Polizei mit. Bei dem Erdrutsch wurde niemand verletzt. Nach ersten Untersuchungen wurden zwei Häuser der Suchtkrankenhilfe evakuiert.

18 Menschen kämen vorübergehend in einem Hotel im Ort unter, sagte Landrätin Kerstin Kassner (PDS). Eines der Gebäude war gerade für rund eine Million Euro saniert worden, nun gähnt laut Augenzeugen direkt daneben eine tiefe Schlucht. Gutachter sollen nun überprüfen, wie gefährdet die Häuser sind. Durch die Gerölllawine sei auch ein gerade erst fertig gestellter Hafen teilweise verschüttet worden, hieß es.

Es war bereits der dritte Küstenabbruch innerhalb weniger Wochen auf Rügen. Erst im Februar war bei einem Abbruch eine 27-jährige Touristin getötet worden, als sie im Süden der Insel am Strand spazieren ging. Tage zuvor kam es an der Kreideküste bei Sassnitz zu mehreren großflächigen Küstenabbrüchen. Dabei wurden auch Rügens berühmte Wissower Klinken zerstört. Nach Ansicht von Experten ist in Folge der feuchten Witterung an Steilküstenbereichen mit weiteren Erdrutschen zu rechnen.