Seattle: Laserstrahlen blenden Piloten - DER SPIEGEL
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Seattle Laserstrahlen blenden Piloten

Gefahr bei der Landung: Vor dem US-Flughafen Seattle-Tacoma wurden in wenigen Minuten mehrere Piloten mit einem Laserstrahl vom Boden geblendet. Der Übeltäter konnte nicht gefasst werden - ein solch helles Licht kann zur kurzzeitigen Erblindung führen.
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Seattle - Das grüne Licht zielte direkt ins Cockpit: Zwölf Piloten von Personenflugzeugen wurden beim Landeanflug auf Seattle von einem Laserstrahl geblendet, wie die US-Nachrichtenseite cnn.com berichtet. Zwischen 19.10 und 19.30 Uhr soll am Sonntag ein Unbekannter mit einer Lichtpistole die Flugkapitäne irritiert haben. Mit Hilfe der Piloten versuchte die Flughafenpolizei, dessen Aufenthaltsort zu finden. Er soll sich etwa 1,6 Kilometer nördlich des Flughafens aufgehalten haben.

Der Täter konnte jedoch nicht gefasst werden. Einer der Piloten soll laut Bericht der Internetseite auf die Warnung vom Tower zurückgefunkt haben: "Okay, ich werde das im Auge behalten", gefolgt von der Korrektur "Ich meine, ich werde mein Auge davor schützen!"

Laut einer Sprecherin der Luftfahrtbehörde FAA soll es einen Anstieg von solchen Laserangriffen auf Flugzeuge geben - in den USA seien in diesem Jahr bereits 148 solche Vorfälle gemeldet worden. Allein am Freitag habe es an sechs amerikanischen Flughäfen ähnliche Zwischenfälle gegeben, unter anderem in Orlando im Bundesstaat Florida und in Salt Lake City in Utah. "Das Risiko ist hoch, dass so etwas zu einem Unfall führen kann, speziell weil es während des Starts oder während der Landung passiert, den gefährlichsten Phasen jedes Fluges", sagte Flugkapitän Bob Hesselbein von der US-Pilotenvereinigung Alpa.

In den USA fürchtet das FBI bereits seit Jahren, dass es zu Terrorattacken durch blendende Laserstrahlen kommen könnte. Schon im Jahr 2004 wurde offiziell vor solchen Anschlägen gewarnt: Wenn Pilot und Copilot gleichzeitig geblendet werden, könne es zu schweren Unfällen kommen. Bei dem Zwischenfall in Seattle gehen die Behörden jedoch davon aus, dass es kein terroristisches Motiv gegeben habe.

Leistungsstarke Laserpointer etwa für eine Discobeleuchtung sind für den Gebrauch zu Hause leicht zu erwerben - nur für die gewerbliche oder öffentliche Nutzung braucht man den sogenannten Laserführerschein.

sto

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