Sicherheitsbarometer: Verreist wird weiterhin trotz Risiken - DER SPIEGEL
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Sicherheitsbarometer Verreist wird weiterhin trotz Risiken

Urlauber gehen mit der Realität einer unsicheren Welt entspannter um, ist das Fazit einer Studie zum Sicherheitsempfinden bei Touristen. Auch empfundene Risiken halten die Reisenden nicht auf. Daran haben auch die Flutkatastrophe in Südasien und die U-Bahn-Anschläge in Madrid nichts geändert.
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Frankfurt - Nach den ersten Ergebnissen des "Sicherheitsbarometers 2005" erklärten 62 Prozent der Befragten, dass sie Reisen subjektiv als sicher empfinden. Im Jahr zuvor seien es rund 63 Prozent gewesen. Die Umfrage wird seit 2003 regelmäßig von der Reiseversicherung Elvia und der Universität Lüneburg durchgeführt. Für die am Donnerstag in Frankfurt vorgestellte Studie waren von Dezember bis Januar rund 2300 Pauschal- und Individualreisende befragt worden.

Zwar würden Naturkatastrophen und Terroranschläge nach Tod oder Krankheit als besonders schwerwiegende Risiken eingestuft, ihre Wahrscheinlichkeit aber als eher gering betrachtet. Urlauber rechneten eher damit, am Zielort einen Unfall oder Autopanne zu haben oder Probleme mit der Unterkunft zu bekommen. Krankheit oder Tod am Urlaubsort liegt auf Platz drei der nach Ansicht der Befragten am häufigsten eintretenden Risiken.

Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Angst vor destinationsbedingten Risiken (Terror, Unruhen, Krankheiten) erhöht, für 39,5 Prozent der Befragten spielte sie für das eigene Sicherheitsempfinden eine Rolle (Vorjahr 34,7 Prozent). Dagegen blieb die leistungsbezogene Unsicherheit (Risiken durch Veranstalter, Fluglinie, Hotels) gleich (rund 32 Prozent), die Furcht vor personenbedingten Risiken (Gesundheit, Mitreisende) nahm dagegen von 33,3 Prozent auf 28,2 Prozent ab.

Und trotz der wahrgenommenen Risiken fahren die Deutschen in Urlaub: "Die aktuellen Werte erlauben den Rückschluss, dass die Urlauber mit der Realität einer unsicheren Welt entspannter umgehen", sagte der Marketingleiter der zur Allianz-Gruppe gehörenden Versicherung, Thomas Plessl. "Man ist sich der Risiken bewusst, auf die Urlaubsreise verzichtet wird deshalb noch lange nicht", fügte er hinzu.