Simbabwe Passagierflugzeug kollidiert mit Wildschwein
Ein Flugzeug mit 34 Passagieren an Bord ist in Simbabwe auf der Startbahn mit einem Wildschwein kollidiert. Der Pilot der in China gebauten MA60 der Air Simbabwe musste den Start abbrechen und eine Notbremsung einleiten. Das Flugzeug wurde dabei an der Nase, an einem Flügel und an einem Propeller beschädigt, wie die Zeitung "Times" berichtet. Das Flugzeug sollte von Harare nach Bulawayo im Westen des Landes fliegen.
Über die Notausgänge mussten Fluggäste und Besatzung die Maschine verlassen. Während der Evakuierung verletzten sich zwei Passagiere leicht, die auf dem dunklen Flugplatz über Schlaglöcher stolperten. Der Zwischenfall ereignete sich bereits am vergangenen Dienstag, doch erst jetzt erhärtet sich durch einen Leserbrief eines Passagiers in der Zeitung "Standard" der Verdacht, dass die Insassen nur knapp einer Katastrophe entkommen sind.
"Das Flugzeug war kurz davor abzuheben, als wir einen lauten Knall unter der Maschine hörten, gefolgt von einer heftigen Erschütterung", schreibt der Passagier. "Das Flugzeug kam von der Startbahn ab und kam erst auf dem Rasen zum Stehen." Die Kabine habe sich mit Rauch und Staub gefüllt, einige Fluggäste schreien vor Angst, heißt es in dem Bericht weiter. Einer der Notausgänge sei bei der anschließenden Evakuierung defekt gewesen.
Transportminister Nicholas Goche bestätigte den Vorfall in der Zeitung "The Zimbabwe Times". Er sprach davon, dass insgesamt fünf Wildschweine beteiligt gewesen sein sollen. Die Fluglinie und die Zivile Luftfahrtbehörde kündigten eine Untersuchung des Vorfalls an.
Laut der Luftfahrtorganisation IATA kommt es in keiner Region häufiger zu Flugzeugunfällen beim Start und bei der Landung als in Afrika. Fast vier Fälle pro eine Million Flüge wurden dort verzeichnet.