Skisaison 17 Grad und alles grün
Wien - Hoteliers hätten bereits Verluste in Millionenhöhe erlitten. Und so langsam werden auch "Skisportler und Tourismusfachleute nervös", berichtete die Zeitung "Die Presse". Das Wiener Magazin "News" sprach bereits von einer "Winterpleite". "Statt Ski-Openings gibt es Frühlingsfeeling, und Rekordtemperaturen sorgen für grüne Pisten."
Die Temperaturen in Österreichs traditionellen Skigebieten sind tatsächlich rekordverdächtig hoch. Am Hahnenkamm im Tiroler Kitzbühel wurden vor wenigen Tagen in knapp 2000 Meter Höhe 17 Grad gemessen. Viel wärmer wird es auch im Hochsommer nicht. Im Wiener Stadtpark und im Salzburger Mirabellgarten blühen Flieder und Schneeball-Büsche. Die am letzten und am kommenden Wochenende groß geplanten Veranstaltungen zum Auftakt der Skisaison wurden fast überall abgesagt.
Nach pessimistischen Vorhersagen könnte erst im März ausreichend Schnee fallen. Da wegen der hohen Temperaturen auch die Schneekanonen nicht eingesetzt werden können, gibt es die heiß ersehnte weiße Pracht im Dezember nur in Lagen über 2000 Meter. Dementsprechend groß ist der Ansturm auf die Gletscherskigebiete.
Für Österreichs Tourismusindustrie wäre das ein schwerer Schlag. Denn inzwischen entfallen mehr als die Hälfte der Umsätze dieser Branche auf den Winter.