Spanien: Costa Brava wehrt sich gegen Sex- und Sauftourismus - DER SPIEGEL
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Spanien Costa Brava wehrt sich gegen Sex- und Sauftourismus

Spanien kämpft um das Image der Costa Brava. Sex, Drugs und Alkohol sollen aus der Werbung für Urlaubsreisen an die beliebte Küste verbannt werden. Auf ihren Websites werben manche Reiseveranstalter sogar mit Schlägereien mit der Polizei als Freizeitspaß.
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Barcelona - Die Regierung der Region Katalonien hat das Internet durchforstet und mindestens 40 Internetseiten von Reiseveranstaltern ausfindig gemacht, die mit Sex und zügellosem Alkoholgenuss für Urlaubsreisen an die Costa Brava werben. Sie kündigte nach Presseberichten vom Donnerstag an, dass sie gerichtlich gegen die Veranstalter vorgehen werde.

In manchen Offerten würden den Reisenden gar Schlägereien mit der Polizei als Freizeitvergnügen angeboten, heißt es einem Bericht des katalanischen Innenministeriums. Auf anderen seien Drogen konsumierende Urlauber zu sehen. Außerdem lockten Anbieter Reisende mit "Sex am Strand" an oder priesen die Costa Brava als ein Reiseziel an, an dem es "Sex und Sangría satt" gebe.

Die Regierung plane, die europäische Polizeibehörde Europol zu bitten, die Betreiber dieser Internetseiten ausfindig zu machen. Sie werde zudem in den Ferienorten gegen Lokale vorgehen, die mit den Organisatoren des "Sauftourismus'" zusammenarbeiten.

"Wir sind nicht bereit, unser Land für ein paar Euro zu prostituieren", sagte ein Regierungsbeamter. Im Badeort Lloret de Mar habe ein Verbot von Alkoholgenuss im Freien bereits zu ersten Resultaten geführt. Im vorigen Sommer habe es dort keine größeren Schlägereien mehr gegeben.

abl/dpa