Spanien: Nach Piloten streiken auch Lokführer - DER SPIEGEL
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Spanien Nach Piloten streiken auch Lokführer

Drohender Stillstand in Spanien: Die Piloten der Fluglinie Iberia haben ihren Streik fortgesetzt. Über 200 Flüge fielen aus. Jetzt wird das Verkehrssystem durch einen zusätzlichen Ausstand belastet: Auch die Lokführer wollen die Arbeit niederlegen.
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Madrid - Iberia musste wegen des Pilotenstreiks heute erneut mehr als 200 Verbindungen streichen, Hunderte von Passagieren waren gezwungen, am Boden zu bleiben oder Verspätungen in Kauf zu nehmen. Laut Iberia hat das Unternehmen den Flugkapitänen Zugeständnisse gemacht und ihnen die geforderte Arbeitsplatzgarantie gegeben. Die Piloten erklärten dagegen, sie hätten keine Zusicherung erhalten. Jetzt soll ein Schlichtungsgespräch im Arbeitsministerium Klärung bringen.

Mit ihrem Ausstand protestieren die rund 1800 Piloten gegen die geplante Beteiligung Iberias an der Billigfluglinie Catair, die im Herbst den Betrieb aufnehmen soll. Die Flugkapitäne befürchten, dass dieser Schritt zu Stellenstreichungen beim Mutterkonzern führt. Deshalb verlangten sie eine Arbeitsplatz-Garantie.

Spaniens größte Gewerkschaften CCOO und UGT kritisierten den Streik hingegen als "unsolidarisch und egoistisch". Die Iberia-Piloten gehörten zu den bestbezahlten Arbeitnehmern im Land.

Iberia rechnet mit fast 1700 Flugstreichungen und Einbußen von 35 Millionen Euro, wenn der Ausstand wie geplant bis Sonntag anhält. Rund 60.000 Passagiere haben laut Unternehmensangaben ihre Flüge bereits storniert, 95.000 wurden demnach auf andere Gesellschaften umgebucht.

Mitten in der Hochsaison droht Reisenden in Spanien zudem neue Unbill: Die Lokführer der Staatsbahn Renfe kündigten für den 18. und 19. Juli einen Streik an. Sie machen damit Stimmung gegen ein Gesetz, das den Zugang zum Beruf des Lokführers vereinfacht. Die Gewerkschaften befürchten, dass dies die Sicherheit der Züge beeinträchtigt.

har/dpa

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