Studie Deutsche bleiben Reiseweltmeister
Wie die Dresdner Bank bei der Vorstellung ihrer Reiseverkehrsbilanz berichtete, gaben deutsche Auslandsurlauber und Geschäftsreisende im Jahr 2001 schätzungsweise 53,5 Milliarden Euro aus. Das ist ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen die Volkswirte mit einem moderaten Anstieg der Ausgaben für den Auslandsurlaub von zwei bis drei Prozent auf maximal 55 Milliarden Euro.
Auf dem hohen Niveau, auf dem sich der Markt befinde, schlage sich die Konjunktureintrübung durchaus nieder. Volkswirtin Renate Finke sagte: "Zwar wird nicht unbedingt die längere Urlaubsreise in Frage gestellt, allerdings dürfte der eine oder andere Kurztrip zur Disposition stehen." Die Perspektiven für das laufende Jahr seien schwer zu skizzieren.
Beim Kopf-an-Kopf-Rennen um die beliebtesten Auslandsreiseziele der Deutschen habe Italien im abgelaufenen Jahr Spanien vom ersten Platz verdrängt. Die Türkei habe nach den enormen Zuwachsraten im Jahr 2000 im vergangen Jahr noch einmal zulegen können und liege auf Platz zehn der Top-Ten-Reiseziele.
Deutschland rangiert als Reiseziel weiterhin auf dem sechsten Platz hinter den USA, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien. Die Bundesrepublik zähle damit zu den attraktivsten Ländern der Welt und habe ihm Jahr 2001 schätzungsweise 19,2 Milliarden Euro an Einnahmen erzielt. Hauptdevisenbringer seien die Niederländer gewesen.