Sylter Strandkörbe: Chip im Sitz - DER SPIEGEL
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Sylter Strandkörbe Chip im Sitz

Am Wasser, an der Düne oder in Toilettennähe - der Wunsch der Gäste ist dem Westerländer Strandkorbwächter Befehl. In Sekundenschnelle wird der gewünschte Strandkorbplatz per Handcomputer reserviert, ein weltweit einmaliges Buchungsverfahren macht's möglich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Westerland/Sylt - Hightech am Nordseestrand: In den rund 3000 Strandkörben in Westerland auf Sylt wurden zu Beginn der Saison Chips in den Sitzen versteckt, mit denen kontrollierbar ist, ob der Strandkorb besetzt oder verfügbar ist. Über Funk können die 16 Strandkorbwächter alle Platzwünsche der Urlauber per Handcomputer sofort erfüllen. Ist der Korb einmal reserviert, müssen die Urlauber sich nicht mehr am Wärterhäuschen melden, sondern können gleich ihrem Korb Platz nehmen.

Das neue Verfahren "ist definitiv weltweit einmalig", sagte am Donnerstag der EDV-Leiter im Westerländer Tourismus-Service, Dieter Brauer. "Über die Ostertage hat das Buchungssystem die Feuertaufe mit Bravour bestanden." Brauer hat den elektronischen Strandkorbwächter gemeinsam mit der Informationssysteme GmbH (Hamburg) in rund einjähriger Arbeit entwickelt.

Mit dem Computerprogramm wurden die Strandabschnitte in ein Koordinatensystem eingeteilt. "So können wir schnell berücksichtigen, wo der Gast sitzen möchte - am Wasser, an der Düne oder gar in Toilettennähe." Bezahlt wird wie bisher bar oder mit der EC-Karte. Ab 2005 können die Gäste ihren Strandkorb schon vor Urlaubsantritt auch per Internet reservieren.

"Mit dem System setzen wir völlig neue Service-Maßstäbe, und sorgen damit für noch mehr Entspannen und Genießen", sagte Tourismus-Pressesprecherin Gabriele Weidner. Zu den Kosten des elektronischen Strandkorbs wurden keine Angaben gemacht. "Es war jedenfalls nicht billig", sagte Organisationsleiter Brauer. Wichtig aber sei, dass sich die Mietpreise dadurch nicht erhöhten.