Technischer Defekt TGV bleibt bei Versuchsfahrt stehen
Straßburg - Bei einer Probefahrt auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Straßburg-Paris ist heute einer der nagelneuen Züge mit rund 150 Gästen an Bord wegen eines technischen Defekts stehen geblieben. Wie eine Sprecherin der französischen Staatsbahn SNCF mitteilte, wurde die Panne durch einen Schaden am Antriebssystem hervorgerufen. Ein Teil, das die Übersetzung zwischen Motor und Rädern sicherstelle, sei defekt.
Der Zug sei trotzdem noch bis zum neuen TGV-Bahnhof nahe der lothringischen Stadt Nancy gefahren. Dort mussten die Fahrgäste, unter ihnen der Präsident des elsässischen Regionalrats, Adrien Zeller, und viele Journalisten, auf eine Ersatzlokomotive warten. Bei der Zwangspause, die sich über eine Stunde und 40 Minuten hinzog, wurden die Passagiere mit Champagner vertröstet.
Den regulären Passagierbetrieb soll der TGV-Est am 10. Juni aufnehmen. Er wird die Fahrzeit zwischen Straßburg und Paris von derzeit mindestens vier auf zwei Stunden und 20 Minuten verkürzen. Auf der Nordstrecke der neuen Trasse - zwischen Frankfurt und Paris - wird die Deutsche Bahn den ICE einsetzen. Er wird die Strecke Frankfurt-Paris in etwas mehr als vier Stunden zurücklegen. Die Fahrt von Saarbrücken in die französischen Hauptstadt wird nur noch eine Stunde und 50 Minuten dauern.
sto/AFP/dpa