Tibet: Sondergenehmigungen werden abgeschafft - DER SPIEGEL
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Tibet Sondergenehmigungen werden abgeschafft

Mit der Sondergenehmigung für Tibet-Reisen ist bald Schluss: Einige Regionen des Landes sollen laut Angaben der Regierung für Touristen leichter zugänglich werden. Bisher konnte die chinesische Provinz nur mit organisierten Gruppenreisen besucht werden.
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Lhasa/Peking - Eine Reise nach Tibet könnte bald deutlich leichter werden. Ab dem 1. Oktober ist keine Sondergenehmigung zur Einreise in das Land mehr nötig. Dies teilte der Vizeregierungschef der autonomen Region Tibet, Wu Jilie, in Lhasa mit. Bisher können Touristen aus Deutschland nur in Gruppen nach Tibet einreisen. Erst mit der Buchung einer organisierten Reise, erhalten Besucher die Sondergenehmigung. Die tibetische Regierung bemühe sich laut Wu Jilie, noch bestehende Reisebeschränkungen aufzuheben. Mehr Gebiete sollen für Besucher geöffnet werden. Tibet sei noch immer die ärmste Region Chinas. Der Tourismus könne daran etwas ändern.

China sieht Tibet seit seinem Einmarsch 1949 als Verwaltungsgebiet. Die chinesische Regierung arbeitet seit einiger Zeit verstärkt an der Erschließung des Landes. Bereits im Juli hatte China die erste Bahnlinie nach Tibet eröffnet, um Reisen und Güterverkehr zu erleichtern. In den nächsten zehn Jahren sollen umgerechnet mehrere Milliarden Euro in den Ausbau der Strecke investiert werden. Anbindungen nach Indien, Nepal und in den Westen Tibets sind geplant. Kritiker befürchten, dass die Bahn eine weitere kulturelle Angleichung der Tibeter verursachen wird. Vergangene Woche hatte die Regierung zudem den Bau eines Flughafens im tibetischen Kangding angekündigt.

fho/dpa

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