Touristen sitzen auf Eisscholle fest - DER SPIEGEL
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Kanadische Arktis Touristengruppe sitzt auf Eisscholle fest

Ihr Abenteuerausflug vor der Baffin-Insel fand ein ungemütliches Ende: Fast 20 Touristen sitzen auf einer Eisscholle fest, die sich vom Packeis gelöst hat. Die kanadische Armee will mit Hubschraubern die treibenden Urlauber retten.
Insel Baffin: Touristen sitzen auf einer 50 Kilometer langen Eisscholle fest
Insel Baffin: Touristen sitzen auf einer 50 Kilometer langen Eisscholle fest

Insel Baffin: Touristen sitzen auf einer 50 Kilometer langen Eisscholle fest

Foto: HO/ Reuters
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Arctic Bay - Auf einer treibenden Eisscholle warten etwa 20 Touristen auf ihre Rettung. Wie der kanadische Fernsehsender CBC berichtete, sitzt die Gruppe in der Nähe von Arctic Bay, einem Inuit-Ort auf der Insel Baffin, auf einer Eisplatte fest, die sich vom Packeis gelöst hatte.

Das Eisstück sei inzwischen zwölf Kilometer aufs Meer getrieben, wie der Leiter des örtlichen Suchtrupps, Niore Iqalukjuak, dem Sender sagte. Die kanadische Armee schickte Hubschrauber und ein Flugzeug in das Gebiet, um den in Not Geratenen aus der Luft zu helfen. Sie konnten bereits Überlebensausrüstung abwerfen, darunter auch Rettungsboote.

Die kanadischen und ausländischen Urlauber werden wohl bis Mittwoch auf der rund 50 Kilometer langen Scholle ausharren müssen, da die Helikopter große Strecken zurücklegen müssen.

Auf einer anderen Eisscholle, die zunächst noch weiter entfernt von der Küste war, befanden sich laut Iqalukjuak elf Jäger. Die Gruppe konnte sich in der Nacht zu Dienstag jedoch selber retten, nachdem das Eis in die Nähe des Festlandes getrieben war. Sie befinden sich 60 Kilometer östlich von Arctic Bay und warten ebenfalls auf ihre Rettung aus der Luft.

Der Tourismus in der Arktis hat in den vergangenen Jahren zugenommen, insbesondere weil der Klimawandel das Abschmelzen der Eisberge beschleunigt. Erst vor zwei Wochen mussten 16 russische Polarforscher samt ihrer Forschungsstation von einer Eisscholle in der Beaufortsee gerettet werden. Ihre schwimmende Unterlage rund 1600 Kilometer vor Kanada war dabei, in mehrere Teile zu zerbrechen.

abl/AFP