TSA baut Nacktscanner auf US-Flughäfen ab - DER SPIEGEL
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Sicherheitskontrolle US-Flughäfen verzichten auf Nacktscanner

Sieg für die Privatsphäre: An US-Flughäfen werden die umstrittenen Nacktscanner an den Personenkontrollen entfernt und durch neue Geräte ersetzt. Diese zeigen zukünftig nur noch Piktogramme. Die alten Apparate werden jedoch nicht verschrottet.
Körperscanner: Zukünftig sehen TSA-Beamte auf dem Bildschirm nicht mehr alles (links), sondern nur das Wichtigste (rechts)
Körperscanner: Zukünftig sehen TSA-Beamte auf dem Bildschirm nicht mehr alles (links), sondern nur das Wichtigste (rechts)

Körperscanner: Zukünftig sehen TSA-Beamte auf dem Bildschirm nicht mehr alles (links), sondern nur das Wichtigste (rechts)

Foto: AP
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Washington - Die Transportation Security Administration (TSA) baut ihre Nacktscanner an den Sicherheitskontrollen ab. Die US-Bundesbehörde, die unter anderem für die Sicherheit an Flughäfen verantwortlich ist, hat noch 174 dieser Apparate an knapp 30 Airports im Einsatz.

Die Geräte sollen bis Ende Mai komplett durch Scanner ersetzt werden, die mit aktiver Millimeterwellentechnologie arbeiten. Der Unterschied zu den alten Nacktscannern: Die neuen Kontrollen zeigen keine realistischen Körperbilder an, sondern markieren lediglich verdächtige Objekte an einem menschlichen Piktogramm. In Deutschland sind die Scanner bereits am Frankfurter Flughafen im Betrieb.

Die TSA reagiert mit dem Abbau auf ein jüngst vom US-Kongress verabschiedetes Gesetz, das detaillierte Ganzkörperaufnahmen bei den Passagierkontrollen verbietet. Kritiker sehen in der Nacktscanner-Untersuchung einen Eingriff in die Privatsphäre der Fluggäste.

"Es ist ein gutes Ergebnis, wenn TSA-Beamte zukünftig nicht in dunklen Räumen sitzen und sich Nacktbilder von Fluggästen anschauen", sagte Marc Rosenberg von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center dem "Wall Street Journal". Die nun eingeleiteten Maßnamen der TSA würden ihre größten Bedenken hinsichtlich der Sicherheitskontrollen zerstreuen.

Die alten Nacktscanner werden allerdings nicht verschrottet. Für die Geräte sollen neue Standorte gefunden werden - unter anderem in US-Botschaften und Gefängnissen.

dkr