Umfrage: Deutsche bleiben am liebsten zu Hause - DER SPIEGEL
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Umfrage Deutsche bleiben am liebsten zu Hause

Zu Hause ist immer noch am schönsten: Knapp 30 Prozent der Urlauber werden in diesem Jahr innerhalb Deutschlands verreisen, dabei zieht es die meisten ans Meer. Und geht es doch ins Ausland, dann am liebsten nach Italien.
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Düsseldorf - Bei der Ferienplanung achtet fast die Hälfte der Urlauber darauf, dass der Ort sicher ist, ergab eine repräsentative Befragung von 1300 Menschen durch das Bielefelder Emnid-Institut im Auftrag der Düsseldorfer Agentur Mediaedge:cia. Damit habe der Schrecken des Tsunami im Indischen Ozean vor einem halben Jahr deutliche Spuren bei der Wahl der Reiseziele hinterlassen, berichteten die Demoskopen am Montag.

Nur sieben Prozent der Deutschen wollen den Kontinent hinter sich lassen und ferne Länder erkunden. Knapp 30 Prozent der Reisenden verbringen ihren Urlaub in der Heimat, zwölf Prozent zieht es an Nord- oder Ostseeküste, acht Prozent in Richtung Bayern. Mehr als 20 Prozent der Befragten bleiben in diesem Jahr zu Hause. Jenseits der Grenzen ist Italien mit elf Prozent das beliebteste Reiseziel, gefolgt von der Türkei (neun Prozent). Spanien kommt mit acht Prozent nur noch auf Rang drei, knapp vor Österreich mit sieben Prozent.

Aktivurlaub ist vor allem eine Sache der älteren Generation, fanden die Meinungsforscher heraus. Von den ab 50-Jährigen gibt sich nur jeder vierte mit einem Strandurlaub zufrieden. Wandern und Fahrradtouren stehen dagegen hoch im Kurs. Insgesamt bevorzugen 40 Prozent der Urlauber Sonne, Strand und Meer - bei den unter 50-Jährigen sind es sogar 50 Prozent.

Als am wenigsten attraktive Reiseziele nennen 38 Prozent fernöstliche Länder wie Japan und China. Regionen im Indischen Ozean folgen mit 35 Prozent. Auch Russland und andere ehemalige Ostblockstaaten sind einem Drittel der Befragten suspekt. Nord- und Schwarzafrika kommt für fast 30 Prozent der Urlauber nicht in Frage.

Mehr als ein Drittel verreist für 10 bis 14 Tage, 30 Prozent für zwei bis drei Wochen. Nur zehn Prozent gönnen sich vier oder mehr Wochen Ferien. Gut ein Fünftel ist maximal zehn Tage unterwegs.