Umfrage: Deutsche Touristen sind impfmüde - DER SPIEGEL
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Umfrage Deutsche Touristen sind impfmüde

Wenn es ums Reisen geht, gehören die Deutschen nach wie vor zu den Weltmeistern. Anders beim Impfschutz: Hier zeigen sich deutliche Lücken.
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Berlin - Nur 31 Prozent der Bundesbürger sind bei Reisen in Länder mit Malaria- und Gelbfieber-Gefahr durch eine Prophylaxe beziehungsweise eine Impfung geschützt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Robert-Koch-Instituts (RKI) unter 7124 Deutschen ergeben.

Geht es dagegen um Wundstarrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung sind die meisten Reisenden weitaus besser geimpft als der Durchschnitt der Bevölkerung. Laut RKI verfügten 76 Prozent von ihnen über einen aktuellen Tetanus-Impfschutz und 51 Prozent über einen Schutz gegen Kinderlähmung. In der Gesamtbevölkerung war dies im Schnitt nur bei 59 beziehungsweise 27 Prozent der Fall.

Unter den Befragten hatten elf Prozent in den zurückliegenden drei Jahren eine Fernreise nach Asien, Afrika oder Lateinamerika unternommen. Dem RKI zufolge waren Männer mit einer Rate von zwölf Prozent der Befragten häufiger in fernen Gefilden unterwegs als Frauen (neun Prozent).

Besonders hoch sei der Anteil der Fernreisenden in der Altersgruppe der 20- bis 59-Jährigen. Westdeutsche brachen vor allem nach Asien und Lateinamerika auf, Ostdeutsche bevorzugten afrikanische Länder als Reiseziel.

Immerhin 28 Prozent der Globetrotter erklärten, während ihrer Reise gesundheitliche Probleme gehabt zu haben. In der Regel habe es sich dabei um leichte Durchfallerkrankungen gehandelt, so das RKI.