Vereinigte Arabische Emirate Asiatische Touristen nur mit Uni-Abschluss erwünscht
Hotel Burj al-Arab in Dubai: Stärkere Beschränkungen für Touristenvisa
Foto: JUMANAH EL HELOUEH/ REUTERSDie Maßnahme soll hauptsächlich dazu dienen, illegale Immigranten nicht ins Land kommen zu lassen: Touristen aus fünf asiatischen Ländern müssen künftig einen Uni-Abschluss vorweisen, wenn sie eine Chance auf ein Touristenvisum in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben wollen.
Wie die Online-Ausgabe der "Gulf News" berichtet, betrifft die diskriminierende Regelung Reisende aus Indien, Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka und den Philippinen. Die für Aufenthaltsgenehmigungen zuständige staatliche Stelle habe entschieden, "striktere Regeln für Touristen-, Besuchs- und Konferenz-Visa einzuführen, um den Zustrom von Arbeitern aus vielen arbeitsexportierenden Ländern zu verringern", zitiert das Blatt einen "hochrangigen Offiziellen". Das solle dabei helfen, das Risiko zu vermindern, dass Menschen, die in organisiertes Verbrechen oder Menschenhandel verwickelt sind, ins Land gelangen können.
Die Tourismuszahlen in den Emiraten sind zuletzt stark gestiegen, speziell in Dubai: Dort lagt der Zuwachs 2011 bei zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein großer Anteil der Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate sind Einwanderer - mehr als 80 Prozent sind Arbeitsmigranten, was einem der höchsten Ausländeranteile weltweit entspricht. Die meisten kommen aus Indien, auf Rang zwei und drei liegen die Herkunftsländer Pakistan und Bangladesch.