Veolia und Co.: Lokführer streiken bei drei Regionalbahnen - DER SPIEGEL
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Veolia und Co. Lokführer streiken bei drei Regionalbahnen

Seit dem Morgen ist der Betrieb von drei privaten Bahnen durch den Ausstand von Lokführern eingeschränkt. Pendler in Sachsen Anhalt, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern müssen mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen.
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Berlin - Mit kurzfristig anberaumten Streiks bei mehreren privaten Bahnbetreibern hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Mittwoch ihren Arbeitskampf fortgesetzt.

In der Nacht begann ein Streik der Lokführer bei Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt, ab 9 Uhr sollten die Lokführer bei der Hohenzollerischen Landesbahn in Baden-Württemberg und ab 10 Uhr bei Ostseeland Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern in den Ausstand treten. Wie schon bei den vorherigen Arbeitsniederlegungen wollte die GDL auch das Ende der Streiks kurzfristig bekannt geben.

Die Züge der Nord-Ostsee-Bahn sollen dagegen am Mittwoch wieder rollen. Der Arbeitskampf der Lokführergewerkschaft GDL im Norden werde am frühen Morgen um 2 Uhr beendet, hatte die Gewerkschaft am Dienstagabend mitgeteilt. "Die Arbeitskämpfe haben dann 14 Stunden gedauert. Über 50 Prozent der Züge sind ausgefallen oder hatten massive Verspätungen", hieß es in einer Mitteilung. Außerdem gab es teilweise Ersatzverkehr mit Bussen.

Eine Sprecherin der NOB bestätigte am Dienstag, über das geplante Streikende informiert worden zu sein. Sie gehe aber davon aus, dass es dennoch am Mittwoch zu einzelnen Verzögerungen kommen könnte.

Der GDL gehe es in diesem Tarifkonflikt hauptsächlich um den sozialen Schutz bei berufsbedingter Fahrdienst-Untauglichkeit und um den Schutz vor Arbeitslosigkeit oder Lohneinbußen bei einem Betreiberwechsel, teilte die Gewerkschaft mit. Es gebe aber auch gravierende Einkommensunterschiede.

Die GDL fordert einen bundesweit gültigen Rahmen-Tarifvertrag für alle Bahnanbieter im Nah-, Fern- und Güterverkehr, in dem die Entgelttabelle, Zulagen und Wochenarbeitszeit für alle 26.000 Lokführer gleich sind. Dieser Vertrag soll dann jeweils um Haus-Tarifverträge ergänzt werden. Mit der Deutschen Bahn hatte sich die Gewerkschaft bereits Mitte April verständigt. Mit einem Teil der Bahn-Konkurrenten verhandeln die Lokführer derzeit ebenfalls über den Rahmen-Tarifvertrag.

abl/AFP/dpa