Verkehrschaos: Orkan fegt über die Kanaren - DER SPIEGEL
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Verkehrschaos Orkan fegt über die Kanaren

Flughäfen wurden geschlossen, der Fährverkehr eingestellt: Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 125 km/h bringen auf den Kanarischen Inseln den Verkehr zum Erliegen. Bisher wurden vier Menschen verletzt.
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Las Palmas - Die Inseln La Palma und El Hierro waren wegen der Orkanstürme und Wolkenbrüche zeitweise von der Außenwelt praktisch abgeschnitten. Der Flugverkehr wurde vorübergehend eingestellt, und auch die Fähren konnten nicht mehr fahren. Auf Fuerteventura wurde nach Angaben der spanischen Behörden ein Bauarbeiter durch den Sturm von einem Gerüst gerissen und schwer verletzt. Auf Teneriffa wurden drei Menschen von zerberstenden Glasscheiben und herabstürzenden Steinbrocken verletzt.

An allen Schulen auf Teneriffa und Gran Canaria wurde der Unterricht bis einschließlich Mittwoch abgesagt. Die Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 125 Kilometer pro Stunde rissen Bäume und Strommasten um und drückten Mauern ein. Zahllose Landstraßen standen unter Wasser oder wurden von umgestürzten Bäumen blockiert.

Auf Teneriffa brachte eine Frau ihr Kind in einem Krankenwagen zur Welt, weil sie wegen blockierter Straßen nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Die Mutter und ihre Tochter waren nach Angaben der Rettungsdienste wohlauf.

Hochwasser schnitt auf Gran Canaria mehrere Ortschaften von der Außenwelt ab. Im Westen der Insel schlossen die Wassermassen sechs Landarbeiter in einer Schlucht ein, die Rettungsversuche per Hubschrauber scheiterten. Drei Arbeiter entkamen den Fluten zu Fuß. Ihre drei Kollegen brachten sich in einem Haus in Sicherheit.