Verpflegung bei Fluglinien - DER SPIEGEL
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Verpflegung im Flugzeug Kalte Küche auf der Kurzstrecke

Zähe Brötchen und teure Sandwichs - in Zeiten von Sparprogrammen macht Bordverpflegung Gourmets nicht mehr glücklich. Ein Test bei Ferien-, Linien- und Billigfliegern auf der Kurzstrecke zeigt, wo es noch schmeckt und wo man lieber ein Lunchpaket einpacken sollte.
Verpflegung an Bord: Die Sandwichs von Lufthansa schnitten im Test am besten ab
Verpflegung an Bord: Die Sandwichs von Lufthansa schnitten im Test am besten ab

Verpflegung an Bord: Die Sandwichs von Lufthansa schnitten im Test am besten ab

Foto: DPA
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Hamburg - Vorbei sind die Zeiten, in denen auch bei einem kurzen Hüpfer per Flugzeug ein warmes Mahl auf dem Klapptablett landete. Bei fast allen Airlines bleibt auf Flügen ans Mittelmeer und auf anderen Kurzstrecken die Küche kalt, berichtet die Zeitschrift "Reise & Preise", statt Nudeln gibt es Sandwichs. Die Redakteure nahmen bei 13 Linien-, Charter- und Billigfliegern den Service an Bord unter die Lupe. Sie überprüften, wo noch ein kostenloser Snack über die Flugzeit hilft und wo das Portemonnaie herausgekramt werden muss.

Ausnahmen von der Sandwich-Regel gibt aber noch: Bei Turkish Airlines komme bei Istanbul-Flügen etwas Warmes auf den Tisch; TUIfly serviere mit Ausnahme der Balearen je nach Tageszeit gratis ein Frühstück oder warmes Gericht, zählt die Zeitschrift auf. Bei Condor gelte dies auf allen Flügen nach Ägypten und auf die Kanaren, bei Lufthansa und ein paar anderen Linienfluggesellschaften auf allen Flügen ab etwa 2,5 Stunden Flugzeit. Die Tester der Zeitschrift sind von Qualität und Menge nicht durchweg überzeugt. Wer allerdings bereit ist, für vorab georderte Gerichte zu bezahlen, erhält bei Air Berlin, Tuifly und Austrian Airlines sogenannte "Gourmet"-Essen, die auch schmecken.

Beim spanischen Linienflieger Iberia wird dagegen gratis nichts mehr serviert, weder Brötchen noch Getränke. Eigentlich wäre das nur bei den Billigfliegern Germanwings, Easyjet und Ryanair zu erwarten gewesen. Deren Kunden sind tatsächlich auf ihre mitgebrachte Lunchbox angewiesen, falls sie an Bord kein Geld ausgeben wollen. Ryanair kassiert dabei beim Bier mit 4,50 Euro im Vergleich zu den Konkurrenten hohe Preise, ist aber bei Softdrinks mit 1,80 bis 2 Euro am günstigsten.

Ob kostenpflichtig oder gratis - die servierten Brötchen, Baguettes und Sandwiches schmeckten den Zeitschriften-Testern selten. Am schlechtesten bewerteten sie die belegten Brötchen von Air Berlin und Sun Express. Auch das 4,50 Euro teure Sandwich von Ryanair fiel bei ihnen in die Kategorie "Gaumenbeleidigung", zudem fanden sie darin 15 verschiedene Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker. Die besten Noten hätten sich die Sandwichs von Lufthansa und Swiss verdient.

abl