Vogelgrippe: Tourismuswirtschaft will Aktionsplan - DER SPIEGEL
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Vogelgrippe Tourismuswirtschaft will Aktionsplan

Die internationale Tourismuswirtschaft will sich für den Fall eines Übergreifens der Vogelgrippe auf den Menschen vorbereiten. Ein Aktionsplan soll ein effektives Krisenmanagement ermöglichen und bei Reisebeschränkungen zum Einsatz kommen.
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Berlin - Der Generalsekretär der Welttourismusorganisation, Francesco Frangialli, kündigte den Aktionsplan anlässlich der Eröffnung der weltgrößten Reisemesse ITB am Mittwochabend in Berlin an. Es gebe zwar keinen Grund zur Panik, da die Vogelgrippe bisher eine Tierseuche sei. Dennoch müsse sich die Reisebranche wappnen, falls das Virus sich verändern und auf den Menschen übertragbar werden sollte. Die Folge wären möglicherweise Reisebeschränkungen in etliche Länder.

"Von den großen Branchen der Weltwirtschaft wäre von diesen Maßnahmen die Transport- und Reisebranche mit Sicherheit am stärksten betroffen", sagte Frangialli. Der Weltverband werde deshalb auf der ITB mit führenden Vertretern der Reisebranche anhand der bisherigen Erfahrungen mit Krisen über einen Aktionsplan beraten.

Die ITB, die am Mittwoch begonnen hat und am Abend von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos offiziell eröffnet wurde, verzeichnet in diesem Jahr mit mehr als 10.800 Ausstellern aus 180 Ländern eine Rekordbeteiligung. Bis Sonntag werden wie im Vorjahr gut 140.000 Besucher erwartet, davon mehr als die Hälfte Fachbesucher aus aller Welt. Ab Freitag ist die Messe für das breite Publikum geöffnet.

Glos verwies in seiner Eröffnungsrede auf die zu erwartende Ausstrahlungskraft der Fußball-Weltmeisterschaft auf die Tourismuswirtschaft. "Wir Deutschen müssen die gewaltige Chance nutzen, die uns die Fußball-WM gebracht hat", sagte der CSU-Politiker. Bei einem Rundgang über die Messe hatte er sich bereits am Vormittag zuversichtlich gezeigt, dass die Bevölkerung bereit sei, wieder mehr Geld auszugeben.

agö/Reuters