Wohnungstausch im Urlaub Fliegender Wechsel
Hamburg - Während das Hotelzimmer den finanziellen Rahmen sprengt, steht die eigene Wohnung während des Urlaubs leer. Wäre es nicht sinnvoller, das eigene Zuhause am Stadtrand von Berlin, im Schwarzwald oder in Ostseenähe in den Ferien gegen ein Apartment in Barcelona oder Sydney zu tauschen? Im Internet bieten Interessierte aus aller Welt ihre eigenen vier Wände zum Tausch an.
Inzwischen gibt es den Service auf diversen Internetportalen. Einige Wohnungstauschfirmen verlangen einen Jahresbeitrag, der teilweise eine Vorstellung des eigenen Heims im Katalog beinhaltet. Andere Anbieter erheben eine Gebühr nach erfolgreicher Vermittlung. Verbraucherschützer raten, die Vertragsbedingungen genau zu studieren. "Es sollte nur gezahlt werden, wenn eine Leistung erfolgt ist", betont Rechtsexpertin Anke Puzicha von der Verbraucherzentrale Hamburg.
Internetnutzer sollten außerdem ihre Haftpflichtversicherung checken. "Es ist nicht gesagt, dass jede Versicherung greift, wenn die Urlaubsmieter einen Schaden verursachen", betont Puzicha. Mit den neuen Bewohnern sollte weiterhin geklärt werden, welche Schadensfälle deren Versicherung beinhaltet. Puzicha: "Gegen Diebstahl gibt es auf jeden Fall keinen Schutz."
Aus Berichten in Internetforen lässt sich jedoch entnehmen, dass positive Erfahrungen beim Wohnungstausch überwiegen. Oft entstehe aus dem fliegenden Wechsel ein persönlicher Kontakt - meist über Ländergrenzen und Kontinente hinweg. Allerdings müssten die Tauschpartner in Kauf nehmen, dass zunächst fremde Personen in ihre Privatsphäre dringen. Dafür gibt es die Unterkunft im Wunschferienort quasi zum Nulltarif.
abl/ddp