100. Geburtstag Spanien ehrt Salvador Dalí
Figueras - Kaum ein Künstler des 20. Jahrhunderts habe so sichtbare Spuren hinterlassen wie Dalí, sagte der spanische König Juan Carlos zur Eröffnung des "Dalí-Jahres 2004" in Figueras, der Heimatstadt des Malers und Grafikers im Nordosten Spaniens. Dalí wurde am 11. Mai 1904 in Figueras geboren und starb dort am 23. Januar 1989.
Tausende Bewunderer des exzentrischen Malers dürften im Jahr 2004 nach Spanien reisen. Im Rahmen des Dalí-Jahres sind elf Ausstellungen, vier Kongresse sowie mehrere Konzerte, Buch-Veröffentlichungen, Opern- und Theater-Aufführungen geplant. Vom 27. Januar bis 23. Mai 2004 sollen die Fans des Surrealisten zum Beispiel in Barcelona auf ihre Kosten kommen. Dort stellt das Caixaforum unter dem Titel "Salvador Dalí und die Massenkultur" mehr als 300 Werke des Malers aus. Wer erst im Sommer Urlaub in Spanien macht, wird vom 22. Juni bis 30. August in Madrid die Möglichkeit haben, diese Ausstellung zu sehen, bevor sie dann nach Saint Petersburg im US-Bundesstaat Florida und nach Rotterdam weiterzieht.
Vor allem Dalís Heimatregion Katalonien dürfte 2004 zum Treffpunkt der Surrealismus-Liebhaber werden. So organisiert die Stiftung Dalí vom 15. März bis 1. November in Castillo de Púbol die Ausstellung "Quijote nach Salvador Dalí", die Dalís Illustrationen zu der berühmten Geschichte um den "Ritter von der traurigen Gestalt" zeigt.
In Figueras an der Costa Brava, wo sich das Dalí-Museum befindet, werden von April bis September gleich mehrere Ausstellungen über Kindheit und Jugend des Künstlers gezeigt. Auch Stadtrundgänge mit Besuchen von Dalís Schule, Elternhaus, Studios und Bars sind geplant.
Im Mai steht Madrid im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Unter anderem wird eine Fotoausstellung in dem Künstler-Studentenwohnheim organisiert, in dem Dalí einst gewohnt hat. Das Dalí-Theaterstück "Don Juan Tenorio" wird im Oktober in Burgos sowie im November in Valladolid und vom 20. November bis 14. Dezember in Madrid gezeigt.