Ermäßigung im Regionalverkehr: BahnCard-Rabatt auch bei der Konkurrenz? - DER SPIEGEL
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Ermäßigung im Regionalverkehr BahnCard-Rabatt auch bei der Konkurrenz?

BahnCard-Inhaber sollen in Zukunft auch in Nahverkehrszügen Rabatt bekommen, die gar nicht zur Deutschen Bahn gehören. Zur Zeit laufen entsprechende Verhandlungen.
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"Wir reden natürlich auch mit denen", sagt ein Bahn-Sprecher und meint damit all jene anderen Zugbetreiber, an die das Unternehmen Regionalstrecken abgetreten hat. Das Ziel der Deutschen Bahn: 25 Prozent Rabatt auf allen Nahverkehrsstrecken - auch bei denen der Konkurrenz. Doch darüber kann das Unternehmen nicht alleine entscheiden. Zur Zeit verhandelt die DB sowohl mit den regionalen Mitbewerbern als auch mit den Verkehrsministern der Länder.

Denn die Länder sind für den Nahverkehr zuständig und erhalten hierfür Zuschüsse vom Bund, die sie wiederum an die Bahn oder ihre Mitbewerber weiterleiten. Die Sorge der Minister: Wenn die 25-Prozent-Regelung nicht zu bedeutend mehr Fahrgästen führt, müssen sie entsprechende Einnahmeverluste aus ihren Haushalten begleichen. Die Verhandlungen gestalten sich deshalb langwierig. Ein genauer Starttermin für den pauschalen Regionalrabatt steht noch nicht fest. Bereits jetzt gilt die BahnCard jedoch auch in einigen regionalen Verkehrsverbünden - zum Beispiel in Berlin und Brandenburg oder im Rhein-Main-Gebiet.

Ziel sei es, die BahnCard, zu einer "durchgängigen Mobilitätskarte" zu etablieren, heißt es aus der Frankfurter Konzernzentrale. Bislang gab es nur auf Fernverbindungen einen Rabatt. In Zukunft soll die 25-Prozent-Regelung auf Nahverkehrsverbindungen für alle BahnCard-Varianten gelten. Egal, ob mit der "alten neuen BahnCard", die im Fernverkehr 25 Prozent Rabatt bringt oder mit der "neuen alten BahnCard", die im Fernverkehr halbierte Fahrpreise bietet. Auch für die BahnCard 100, der Bahn-Jahreskarte für 3000 Euro, soll dieselbe Regional-Ermäßigung um 25 Prozent gelten.

Thomas Joppig